Ausgabe 8/2014

GUTE Schule
Was österreichische Modeschulen bieten

Kongress: Alles Marke oder was?

Noch nie zuvor sind von allen Seiten so viele Impulse auf die Kunden niedergeprasselt wie heute. Wer da nicht als Marke wahrgenommen wird, hat es schwer, durchzudringen. Der Mode-Marken-Kongress verriet, wie man zur Marke wird. Was ist eine Marke? Ein vereinfachtes Abbild eines Produkts oder Unternehmens, das jene Eigenschaften herausstreicht, in denen es sich von seiner Konkurrenz unterscheidet. Eine Marke vermittelt ein klares Profil, ein Image, das den Kunden dabei hilft, sich im unübersichtlichen Markt zu orientieren. Marken schaffen also Orientierung.


Industrie: Loden für Chanel

Der gewalkte Stoff erfährt einen Imagewandel. Österreichs letzte zwei industrielle Lodenerzeuger – Steiner und Leichtfried – tragen dazu entscheidend bei. Letzterer feiert heuer 130 Jahre Bestandsjubiläum. Die Ansage von Mag. Josef M. Leichtfried, der die fünfte Generation im Familienunternehmen und den vierten Josef in der Firmenchronik repräsentiert, ist klar und deutlich: »Wir wollen den Loden entstauben!« Freilich: Neu erfinden kann man das gewalkte Wolltuch, einst Stoff der armen Leute, nicht.


E-Commerce: »Echte Männer lassen shoppen«

Einer der wichtigsten Sätze am E-Fashion-Day Anfang April in Frankfurt kam von Marcus Diekmann, Geschäftsführer des Dienstleisters Shopmacher.de: »Wenn Sie Multilabel im Internet verkaufen wollen: Vergessen Sie’s! Niemand wartet auf den 20. Online-Shop, in dem man Mustang-Jeans kaufen kann!« Mit einem Shop ohne Alleinstellungsmerkmal im Internet heute Sichtbarkeit zu erlangen sei praktisch unmöglich. Schließlich ist die Konkurrenz im Markt der Mitte durch Riesen wie Zalando, Amazon, Otto & Co. sowie durch die Onlineshops der Marken selbst enorm groß. Platz gibt es da es höchstens in ausgewählten Marktnischen mit wenig bis kaum Konkurrenz.


Modeschule: Gute Schule

Rund 20 sogenannte Modeschulen liefern personellen Nachschub für die heimische Textilbranche. Wie gut ist die Ausbildung in diesen Lehranstalten  -  und was fängt die Branche mit den Absolventen an? Insgesamt gibt es hierzulande 18 HLM – also Höhere Lehranstalten für Mode, beziehungsweise Fachschulen. Die fünfjährig geführte höhere Form schließt mit Matura ab, die Fachschulen dauern drei Jahre. Einige Standorte bieten beide Varianten an. Nach bundesweiten Schulversuchen wurde der Lehrplan mittlerweile vereinheitlicht – dies soll zum einen ein einheitliches Ausbildungsniveau und damit bessere Vergleichbarkeit gewährleisten, zum anderen sollen Schüler dadurch leichter zwischen verschiedenen Ausbildungsstätten wechseln können.


POS: Denim, Seidenbluse – Go!

Ein Rundruf im Handel zeigt, dass sich die Damen bei den Lieblingslooks einig sind. In den einzelnen Segmenten herrscht großteils Übereinstimmung bei den Bestsellern. Contemporary. »Es kristallisiert sich heraus, dass die Frau sich auch wirklich als Frau fühlen will«, sagt Yasemin Demirci, die in Wien die Läden Rosenrot (im 7. Bezirk) und Schneeweiss (im 1. Bezirk) führt. Die Tendenz gehe eindeutig in die Richtung, die Figur zu betonen. Das Outfit darf insgesamt nicht zu voluminös wirken. Wählt die Kundin unten die Boyfriend-Hose, soll es obenrum ein feminines Top sein, wird als Oberteil eine lässige Hemdbluse gewählt, muss es unten die Skinny sein.