Ausgabe 21/2014

DOB-Hosen:
Luft holen:
Weitermachen!

Testklub: Die Luft ist draußen

Der Modehandel kann sich der allgemeinen Konjunkturflaute nicht entziehen. Doch im Vergleich waren die Umsätze im 3. Quartal gar nicht so schlecht. Und wieder ist das prognostizierte Wachstum abgesagt. Der Höhepunkt der Wirtschaftskrise ist schon längst überschritten, trotzdem kommt die Konjunktur nicht so recht in Gang. Wie schon in den Vorjahren mussten die Wirtschaftsforscher auch heuer ihre Wachstumsprognosen im Jahresverlauf mehrmals nach unten korrigieren. Zu Jahresbeginn hatten die Forschungsinstitute noch einen Anstieg des BIP zwischen 1,5 und 2 % vorhergesagt. Nun muss man froh sein, wenn überhaupt ein Wachstum übrigbleibt. Denn nach neun Monaten sieht es ganz nach Stagnation aus: Laut WIFO wuchs die heimische Wirtschaft im ersten Quartal noch geringfügig um 0,2 %, im 2. Quartal waren es dann nur noch 0,1 % - und im 3. Quartal exakt +/- 0,0 %.


Kongress: »Sechs Stunden lächeln«

Das Retail Expertenforum von RegioPlan: Statt Zahlen, Daten und Fakten standen diesmal der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Der wichtigste Satz des langen Kongresstages kam vom Gastgeber: »Ich denke nicht, dass die Antwort des stationären Handels eine technologische sein sollte, sondern eine menschliche«, sagte Wolfgang Richter, Geschäftsführer und Inhaber von RegioPlan, zum aktuellen Thema Nummer eins, der Verlagerung der Umsätze in Richtung Online-Handel. Die Fakten sind bekannt: Rund 10 % des Handelsumsatzes wird bereits im Internet erzielt, in vielen Branchen – auch in der Mode – liegt der Anteil deutlich höher. Und auch wenn die Wachstumsraten im Online-Business nicht mehr so hoch sind wie vor einigen Jahren: Online wächst weiter, während der stationäre Handel spürbar Probleme hat.


Industrie: Kleidung für den Kompost

Vor über zwanzig Jahren stellten die Freitag-Brüder die erste Tasche aus Lkw-Planen her – nun wagen sie sich mit einer einzigartigen Idee auf das Textil-Parkett. Markus und Daniel Freitag stehen auf Kompost, erzählen sie bei der Präsentation ihres neuesten Wurfes in Zürich. Schon als Kinder haben sie im Garten gespannt den Komposthaufen beobachtet und untersucht. Dass die bekennenden Fahrradliebhaber auch viel Wert auf Recycling legen, lassen ihre Taschenkreationen aus ausgedienten Lkw-Planen, Fahrradschläuchen und Autogurten schon seit Jahren erkennen. Diese Aspekte behielten die beiden auch fest im Auge, als es darum ging, ihre eigenen Mitarbeiter einzukleiden. Sie begaben sich auch die Suche nach einem Material, das nicht wie Baumwolle von weit her herangeschafft werden muss und bei der Produktion auch nicht so viele Ressourcen verbraucht.


DOB Hosen: Vom Begleitobjekt zum Modeartikel

Der Trend zu flachen Schuhen pusht neue Hosenmodelle. Allen voran Joggingpants und nach wie vor Leder(imitat)hosen. Vom Statusbericht zu ersten Tendenzen für Herbst/Winter 2015. Loafers, Brogues, Chelsea-Boots, Sneakers, Kicks, Stiefeletten im Stil der sechziger Jahre. Sie alle haben flache Absätze. Oder gar nur fette Gummisohlen wie etwa die aus dem Basketball bekannten Kicks. Nun ist es ja so, dass gerade im Winter die Schuhwahl Outfit-entscheidend ist. In dieser Saison schreit die neu gewonnene Liebe zu flachem Schuhwerk geradezu nach: Hosen! Nicht umsonst sagt Ulrike Mellenthin, Unternehmenssprecherin Gardeur: »Die Hose ist vom Begleitobjekt zum Modeartikel avanciert!«


HAKA: »Optik schlägt Funktion«

Was braucht der Anzug, um neben Baukästen zu überzeugen. Was animiert beim Sakko? Und wie steht’s um den Longseller Outdoorjacke? HAKA-Profis geben Antworten. In der letzten Ausgabe waren Hemd, Strick & Hose dran, nun fällt das Schlaglicht auf Konfektion und Outdoor. Und auch der eine oder andere Seitenblick auf Accessoires wird gewährt. Elisabeth Mühlberger, Geschäftsleitung Herren bei Penz Mode, Linz: »In der Anzugabteilung sehe ich drei Fundamente zum Erfolg: Die neuen schlanken Typen, wo es um Sakkolänge, Taillenweite und entsprechende Hosenschnitte geht. Dann der unverzichtbare Baukasten für den Businessmann, bei uns gut etabliert von Boss und Dressler. Und weiters – nicht zu übersehen – Maßkonfektion für Männer, die Individualität und gewisse Details lieben.