Ausgabe 18/2018

Tutto Nuovo
Die neuen Läden

Stoffwechsel
Genderless-Klassiker

Handel: Die Elefantenhochzeit

Und wieder gelingt René Benko ein Meisterstück: Die Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof legen ihre Geschäfte zusammen – unter der Führung der österreichischen Signa-Gruppe. Seit vielen Jahren war über ein Zusammengehen der beiden größten Warenhauskonzerne Deutschlands spekuliert und zeitweise auch verhandelt worden. Doch zuletzt wurden die Karten neu gemischt: Der Signa-Gruppe gelang die Sanierung des jahrelangen Problemfalls Karstadt. Und Kaufhof wiederum rutschte unter seinem neuen Eigentümer, dem kanadischen Warenhauskonzern HBC, in eine schwere Krise. Erst nachdem Kaufhof sogar am Rande der Insolvenz gestanden sein soll, war die HBC-Spitze bereit zu abermaligen Verhandlungen.


Schuhe: Willkommen im Fussbett

Die Düsseldorfer Gallery Shoes hat ihren Platz zwischen Riva und Mailand gefunden – und sich in der gehobenen Mitte des Schuhmarktes etabliert. Zum Glück, denn die Branche braucht Austausch und Informationen. Gallery Shoes im Areal Böhler in Düsseldorf, erste Messetag, pünktlich zur Eröffnung bildet sich eine beachtlich lange Schlange vor dem Haupteingang. Ein intensiver Blick auf die Schuhe der wartenden Damen fängt den wichtigsten Schuhtrend der letzten Jahre ein: Man ist verwöhnt von der Bequemlichkeit. Sneakers mit dicken, weißen Böden und femininen Details, flache Schlappen, Sabots, spitze Ballerinas, Sandalen mit breiten Fessel-Riemen, da und dort Mesh-Booties, Frau trägt keine hohen Schuhe mehr, nicht auf einer Schuhmesse – und außerhalb auch nur, wenn es das Outfit unbedingt erfordert.


Event: Butter bei die Fische

Mit der dritten Edition der Bread&&Butter by Zalando in der Arena Berlin sprengte der Onlineriese bestehende Rekorde. Ein »Pop-up of Style and Culture« für die »Generation Next«. Zugegeben skeptisch machte man sich als Moderedakteurin Ende August auf den Weg nach Berlin. Limitierte Kapselkollektionen zu sehen, Sneaker zu personalisieren und mehr oder weniger bekannte Influencer zu treffen, mag für Brancheninsider vielleicht nicht unfassbar spannend klingen. Es ist aber genau, was die Konsumenten der Generation Y und Z zu erreichen scheint, blickt man auf die durchaus beeindruckende Besucherzahl von 35.000 Kunden an drei Tagen. Schlangen vorm Eingang der Arena Berlin, die wie keine andere Location zum Konzept und Stil der B&&B passt, waren vom 31. August bis zum 2. September selbstverständlich.


Schaufenster: Frischer Wind in Grunddorf

Beachtliche 80 Meter misst die Pichler Fest- & Modewelt vom Eingang am firmeneigenen Gratisparkplatz (100 Plätze) bis zur Rückwand. Die nun abgeschlossene totale Neugestaltung der Fläche will zur Länge auch Breite zeigen. Dafür mussten einige Mauern weichen – und eine möglichst luftige Möblierung (umgesetzt von Umdasch) war Prämisse. Quasi als roter Faden zieht sich der markante, pflegeleichte Boden in verblüffend authentischer Eichenholzoptik von vorne bis hinten durch. Dazu kommen Warenträger aus pulverbeschichtetem Stahl, die sich je nach S ortimentssäule mal klar lackiert, mal schwarz, mal kupferfärbig zeigen.


Stoffe: Das große Come Together!

Wenn es ausschließlich die Mode gäbe, dann wäre die gute Laune zum Winter 2019/2020 gesichert. Die Textildesigner tauchen ein in Retro-Reminiszenzen der 70er und der frühen 90er, sie schwelgen in den üppigen Textildessins des viktorianischen Zeitalters und feiern die Stoffklassiker. Schottische Wollkaros überschwemmten schon die Designerkollektionen in der Womenswear (Sacai, Miu Miu, Dior, Juun.J, etc.) wie in der Menswear (McQueen, Junya Watanabe, Bottega Veneta, Dior, etc.), Einzelteile ebenso wie den Total-Look. Daneben transferieren bekannte klassisch-melancholische Schwarzweiß-Dessins wie Hahnentritt, Tweed und Co das Genderless-Thema in die Mode. Transparente PU-Beschichtungen und PVC-Filme modernisieren radikal Tüllspitzen ebenso wie klassische Wollqua- litäten. Freche Versatzstreifen, provokante Metallic-Akzente, viel Tüll und eine Fülle von Mustern samt erlesener Jacquards liefern das Rüstzeug für eine Mode zwischen Dandy-Look und Harlem Punk.


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