Ausgabe 14/2014

Die neue DOB:
Anspruchsvolles
Abenteuer

Handel: Schuhdiskont im Vormarsch

Der Marktführer im österreichischen Schuhhandel steckt immer noch in der Krise. 2013 war das dritte Verlustjahr in Folge. Mitbewerber nützen die Schwäche aus. Die Grazer Leder-&-Schuh-Gruppe (Humanic, Stiefelkönig, Shoe4You, Jello u. .a.) steckt tiefer in der Krise als erwartet. Wie der größte Schuhhändler Österreichs mitteilt, wurde auch das Jahr 2013 mit roten Zahlen abgeschlossen. Bereits 2012 und 2013 wurden in der Bilanz Verluste ausgewiesen. Wie sich die Konzernkennzahlen im Vorjahr genau entwickelt haben, will der Konzern in den kommenden Wochen veröffentlichen. Im Jahr 2012 war der Umsatz bei 450,5 Mio. € gelegen.


DOB: Premium

Strukturverliebt geht es in die neue Saison. Die Premiumanbieter spielen ihre Kompetenz im Bereich der hochwertigen Stoffe voll aus und setzen auf innovative Qualitäten, strukturierte Oberflächen und dreidimensionale Gewebebilder und Applikationen. Beschichtete Plissees, wabenförmige Steppungen, gebondete Materialien, Burn-Out-Techniken, 3D-Netze, Effektgarne, beschichtete Spitze, prägnante Ottoman-Strukturen und volumige, softe Neopren-Qualitäten sprechen eine klare Sprache: Die Innovation der neuen Saison kommt über Materialien. Highlights in den Premium-Kollektionen sind außerdem Lasercuts in zarten Materialien, aber auch in Leder und Neopren, die für interessante Optiken und Einblicke sorgen. Neben dieser Fülle an außergewöhnlichen Qualitäten bleiben die Schnitte meist zurückhaltend und schlicht.


DOB: Mainstream

Sportivität im Fokus. Das gab es schon in der letzten Saison. Doch was bedeutet dieser sportive Einfluss konkret für F/S 2015? Neu ist, dass Sportives nicht 1:1 umgesetzt wird. Die Looks sind nicht vordergründig sportiv, sondern überzeugen im Detail durch Rundsäume, Kordelzüge, Kapuzen oder Sportbünde an Röcken. Prämisse ist, dass der Look weiblich wirkt. Für das Mainstream-Segment ist dieser Activewear-Trend ein äußerst dankbares Thema. Schließlich ist er perfekt alltagstauglich und kommt dem Bedürfnis der Frau nach einem 24/7-Look entgegen. Die propagierten Outfits sind casual-chic. Die Jogginghose aus fließender Viskos passt zur kleinen Chanel-Jacke aus Tweed. Der schmale Rock wird zum seidigen Blouson und die Skinny-Denim zum Oversized-Strick kombiniert. Layering macht die Looks raffiniert.


DOB: Hosen

Stoffliche Neuentwicklungen sind der Motor im Hosengeschäft. An den Silhouetten ändert sich auch zum Sommer 2015 nichts Wesentliches. Skinny in hochelastischer Ware bleibt Mengenartikel, Beschichtungen spielen zumindest noch in den frühen Lieferterminen eine Rolle und pastellige Baumwollhosen sowie farblich beruhigte Minimalprints auf verkürzten Röhren sind Fixstarter in den Hosenprogrammen. Neu sind tonige Schattierungen und Drucke, eine Vielfalt an Jogginghosen-Typen sowie eine neue, weite Hosenform, die auf fließenden Materialien umgesetzt wird. Überflieger der Saison ist aber Denim. Jeans in authentischem Blau dürfen – clean oder destroyed – in keinem Sortiment fehlen.


Tracht: Wahre Werte

Die gute Nachricht zuerst: Die Tracht entwickelt sich besser als der Gesamtmarkt der Mode. Das sagen die Firmenchefs der heimischen Anbieter und die führenden Trachtenhändler unisono. Stagnierende Umsätze (auf seit Jahren hohem Niveau), kein Rückgang der Besucherfrequenz, dafür permanent mehr Events und Veranstaltungen, bei denen es heißt »Dresscode: Tracht«: Die Nische behauptet sich, in manchen Bereichen legt sie sogar noch zu. Vor allem die Umsätze mit Kindertracht gehen nach oben, Dinrdl und Lederhosen in den Größen 86 bis 164 bereiten Herstellern und Händlern große Freude. Freilich gibt es innerhalb der Tracht immer deutlichere Verschiebungen: Immer mehr Junge kaufen immer mehr kurze Dirndln, knackige Lederhosen und lässige Pfoad, der klassische Trachtenanzug tut sich von Saison zu Saison schwerer, lediglich echte Spezialisten im mittleren Preisbereich verkaufen noch gut.