Ausgabe 13/2016

Phänomen Berlin:
Gute Stimmung an der Spree

Willkommen im Club: HAKA F/S 2017

Honeymoon: Wäsche F/S 2017

Kongress: »Wer bin ich?«  

Die letzten Jahre zeigen: Selbst Marktführer können im Handel schnell weg vom Fenster sein. Individualisierung, Kundenservice und Kreativität sind gefragt. Dazu muss man seine Kunden gut kennen. Dass ein Bundespräsident erst per Stichwahl ermittelt wird, soll ja schon vorgekommen sein. Doch dass zur Auswahl gerade die Kandidaten von FPÖ und den Grünen stehen? Früher hätt's das nicht gegeben! Wenn die Kandidaten der einstigen »Großparteien« in einem ersten Wahlgang gemeinsam gerade noch 22 % der Stimmen einsammeln, dann zeigt das klar und deutlich: Den Begriff »Stammwähler« kann man im Jahr 2016 endgültig aus dem Wörterbuch streichen. Und trotzdem spricht der Handel nach wie vor permanent von Stammkunden.  


Messe: Phänomen(ales) BERLIN

Es läuft wieder in Berlin. Neue Locations, geänderte Termine – Händler und Einkäufer machen alles mit, um den Wandel einer Branche zu erleben und daran teilzuhaben. Was ist das nur mit Berlin? Warum wird wochen-, nein, monatelang gehadert mit mauen Abverkaufszahlen, wackligen Lieferanten oder dem schlechten Wetter und pünktlich zum Start der Mercedes-Benz Fashion Week, zum Start der Leitmessen Premium und Panorama, herrscht »Good Feeling« an der Spree? Der Erklärungsversuch mit der Berliner Luft greift zu kurz. Die grundsätzlichen Probleme, die die Modebranche nun mal hat, lösen sich auch zwischen Messegelände, dem Berliner Mode Salon in Mitte und dem Erika-Hess-Eisstadion durchaus nicht.


HAKA: Neue Chancen

Es geht in eine neue Orderrunde, noch bevor die alte Verkaufssaison ganz verdaut ist. Und einmal mehr wird »eine schwierige Saison« prognostiziert. Kopf in den Sand oder Augen auf und durch? Hat man die Wahl? Nein, am Beginn des 60 Seiten umfassenden Herrenmoden-Specials sollen einmal keine Zahlen stehen. Nichts von den Marktgewinnen des Onlinehandels und dem Minus der Stationären. Keine Fakten über die schwindende Anzahl selbständiger Modehändler oder die Expansionspläne ausländischer Filialisten. Auch keine Daten zum vom Veranstalter gemeldeten Rekordbesuch am Pitti Uomo. Die ohnedies keiner glauben kann, der vor Ort war – und was ziemlich egal ist, solange die Qualität der internationalen Kontakte für die Aussteller ebenso passt wie die Inspirationskraft für die Besucher. Denn viel zu sehen gab's in Florenz auf jeden Fall: viel Farbe, viel Print, viel Weste, viel Stehkragenhemd, viel Leinen.


Bodywear: Honeymoon der Bodywear

Selten waren sich Hersteller von Body-, Lounge- und Beachwear so einig wie im Frühjahr/Sommer 2017, was die wichtigsten Trends betrifft – und sie schicken auch gleich die Kunden in die Flitterwochen. Sanft rauschende Wellen, ein feiner Sandstrand, ein abgelegener Bungalow inmitten einer üppigen Fauna – so stellen sich viele die idealen Flitterwochen vor. Und das gleiche Bild schwebte wohl auch vielen Designern vor, als sie sich auf Inspirationssuche für die Frühjahr/Sommer-Saison 2017 in der Bodywear machten. Was sich in den Kollektionen für Herbst/Winter mit jugendlichen, romantisch-verspielten Einflüssen bereits angekündigt hat, findet in der warmen Saison seine Fortsetzung. Die Modelle werden wieder ein wenig jünger, die Dekoration noch ein wenig lieblicher, die Farben ein wenig zarter. Großes Augenmerk wird auf die Details in der Verarbeitung gelegt und so offenbart sich manches, wie in der Liebe, erst auf den zweiten Blick.


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