Ausgabe 06/2016

High Fashion mit echten Menschen
Luxus definiert sich neu

Kreative Liga
Die neuen Herrenschuhe für H/W 2016/17

Handel: Polyester, Pesitizide, Gentechnik – Baumwolle in der Krise  

Synthetische Fasern wie Polyester machen der Baumwolle das Leben auf den internationalen Märkten schwer. Dazu kommen der massive Einsatz von Pestiziden und Düngern, der hohe Wasserverbrauch und die intensive Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen, die auf der »weißen« Weste sehr dunkle Flecken hinterlassen.Zwischen 16. bis 18. März stand Bremen wieder ganz im Zeichen der Baumwolle, als sich 500 Experten aus 37 Ländern zur 33. Internationalen Baumwolltagung trafen, um über die zukünftigen Perspektiven und Potenzial der Naturfaser zu diskutieren. Der Tagungsort ist traditionell – die Hansestadt ist nämlich die Heimat der Baumwollbörse, die das weltweit führende Prüflabor für Faserqualität & Co. beherbergt. Und zu diskutieren gab es viel, denn angesichts des hohen Wettbewerbsdruckes hat man in der Baumwollbranche derzeit nur wenig Grund zur Freude – und die Prognosen für die nächsten Jahre sehen auch keine Besserung der Lage.  


EKZ: Die goldenen Jahre sind vorüber

Mit rund 2 m² Shoppingfläche pro Kopf ist Österreich Europameister, was die Flächendichte anbelangt. Dass das Wohlfühlshopping 2.0. in den Köpfen vieler Kunden nicht mehr braucht als ein gemütliches Sofa und ein Smartphone, erschwert die Situation in der analogen EKZ-Welt. Deshalb gilt es jetzt für die Branche, gründlich aufzuräumen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 gab es hierzulande 133 Shopping Malls mit 2,9 Mio. m² vermietbarer Fläche, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 10 Mrd. € in 6.860 Shops erwirtschafteten. Dazu kommen 98 Retail-Park- bzw. Fachmarktzentren mit einer vermietbaren Fläche von über 1 Mio. m², die mit einem Umsatz von über rund 2 Mrd. € in 1.687 Shops bilanzierten. Tendenz steigend – aber bei weitem nicht mehr so dynamisch, wie in den vergangenen Jahren. 


Agenturen: Moderne Dienstleister  

Die Agentur-Szene ist in Bewegung. Langgediente Modeprofis hören auf, Neugründungen sind selten. An der Schlüsselstelle zwischen Handel und Industrie herrscht aber auch Aufbruchstimmung. Eine Momentaufnahme. Ein leichter Job war es nie, eine Modeagentur zu betreiben. Die Anforderung, die Wünsche der Industrie mit den Anforderungen des Handels zu vereinen, die latente Bedrohung durch eigene Vertriebstöchter und schließlich das recht unterschiedliche Bild, das Modemacher und Modeverkäufer vom Branchengeschehen haben: Agenturen waren und sind zwischengeschaltet zwischen Warenhäusern, Filialisten und Erzeugern – also Diener oder besser: Dienstleister vieler Herren.  


Schuhe: Grobe Sache, weicher Schaft  

Beim Kampf um Marktanteile – on- wie offline - wird das Herrenschuh-Business vielfältiger. Weg vom Bedarfskauf, hin zum Lustkauf – genau da haken innovative Modehändler ein. Der klassische Schuhhandel hat ein Problem. Nicht nur, dass die Geschäfte in der abgelaufenen Saison mit einem weiteren Minus in Folge unbefriedigend waren. Natürlich lag‘s am Wetter, wird argumentiert. Aber auch die modischen Impulse fehlten – angeblich.  


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