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Zweistelliges Minus bei Gerry Weber

Im Sommer sank der Umsatz von Gerry Weber um mehr als 11 %. In der Neuausrichtung sieht man sich gut auf Kurs.

Gerry Weber hat im 3. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres (Mai bis Juli) 11,4 % seines Umsatzes verloren. Nach neun Monaten steht der Modekonzern damit bei einem Minus von 7,3 % auf 575,1 Mio. Euro. Verantwortlich für dieses schlechte Abschneiden macht der deutsche DOB-Spezialist »die anhaltende Strukturschwäche im stationären Textilhandel«, den überaus heißen Sommer sowie Standortschließungen. Sogar die zuletzt immer hochgelobte Tochter Hallhuber schwächelte im 3. Quartal deutlich: Ihre Umsätze sanken um 8,1 % auf 43,9 Mio. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis EBIT drehte im Konzern nach neun Monaten von 2,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr – 1,6 Mio. Euro. Unterm Strich steht sogar ein Fehlbetrag von 10,7 Mio. Euro (VJ: - 3,4 Mio. Euro).

 »Die unbefriedigende Umsatzentwicklung bestärkt uns noch mehr, unser Geschäftsmodell mit Nachdruck umzustellen«, kommentiert Vorstandschef Ralf Weber. »Wir verändern gerade unsere Denk- und Arbeitsweise grundlegend – ohne jegliche Tabus. Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen, auch wenn es noch Zeit benötigt, bis wir die Erfolge in den Ergebnissen sehen.«

Von: Manuel Friedl