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Zara eröffnet Flagship Store in Mailand

Bei der Verknüpfung seiner Stores mit der digitalen Welt ist Inditex Weltspitze. Das zeigt der komplett renovierte Flagship Store von Zara in Mailand.

Im soeben wiedereröffneten Zara Store am Corso Vittorio Emanuele wird historische Architektur mit den modernsten Lösungen verbunden, die das 21. Jahrhundert zu bieten hat. Für CEO Pablo Isla ist es »ein Modell für unser Konzept der Online- und In-Store-Integration«.

Das Gebäude, das aus dem Jahr 1941 stammt und bis 1999 als Kino genutzt wurde, beherbergt seit 2002 einen der repräsentativsten Flagship Stores, die Zara weltweit betreibt. Es war gleichzeitig die erste Zara-Filiale Italiens – inzwischen zählt die Marke mehr als 100 Geschäfte im Land. Auf mehr als 3.500 Quadratmeter und vier Stockwerken wird Bekleidung für Damen und Kinder angeboten. Gleich hinter dem Eingang ins »Cinema Zara«, so das Branding, betritt man ein großes Atrium mit doppelter Hufeisentreppe, Mosaiken an den Wänden und einem großen, zentralen Luster aus Murano-Glas. Hier wird nur eine ganz kleine Auswahl der Kollektion gezeigt. Die eigentlichen Verkaufsräume liegen dahinter.

Ganz neu geschaffen wurde eine »Online-Abteilung«, in der man online einkaufen oder bestellte Waren abholen kann. Eine automatisierte Abholstation soll den Kunden nach Eingabe eines QR- oder PIN-Codes ihr Paket innerhalb weniger Sekunden aushändigen. Laut Unternehmensangaben können bis zu 900 Pakete gleichzeitig gemanagt werden.

Neben der spektakulären Architektur der 1940er-Jahre sollen auch überdimensionale Screens als Eycatcher dienen. Ein gebogener, neun Meter hoher Bildschirm verbindet das Erd- mit dem Obergeschoß, ein weiter, 21 Meter langer Bildschirm ist in den Boden neben den Rolltreppen eingelassen. Auf diesen und allen anderen Screens laufen permanent erneuerte Informationen über die neuesten Kollektionen. Darüber hinaus gibt es im Store interaktive Spiegel, die anhand von RFID-Chips erkennen können, welche Teile gerade probiert werden und dazu passende Kombinationen oder Accessoires vorschlagen.

Von: Manuel Friedl