Fashion

Zalando setzt auf Premium und Secondhand

Zalando erweitert seine Investitionen in die Kategorie Premium. Zudem kündigt der Online-Versender eine neue Kategorie unter dem Titel »Pre-Owned« an.

Premium im Fokus: Das ambitionierte Ziel des Online-Händlers Zalando ist eine Verdreifachung des Bruttowarenvolumens im Premium- und Luxussegment bis 2023. Im selben Zeitraum will das Unternehmen sein Sortiment an Premium- und Luxusmode verdoppeln. Mit diesem Schritt verfolgt Zalando das Ziel, sich stärker im Premium-Markt zu positionieren, ein Bereich der heute 9 % des gesamten europäischen Modemarktes ausmacht.

»Premium ist eine der am schnellsten wachsenden Kategorien bei Zalando«, bestätigt Lena-Sophie Röper, Buying Director Premium & Luxury. Branchenstudien zufolge werde der Anteil von Premium- und Luxusmode im europäischen Onlinehandel weiter steigen. Bei Zalando sei die Premium-Kategorie im Jahr 2019, einschließlich Wholesale und Partnerprogramm, im Vergleich zu 2018 um 35 % gewachsen, so eine aktuelle Mitteilung des Unternehmens. Die starke Nachfrage werde vor allem von jüngeren Kunden getrieben, die vermehrt einen Mix aus  Luxusartikeln und Street-Style-Fashion nachfragen. »Zalando hat den größten Kundenstamm der GenZ und Millennials in Europa. Es wird erwartet, dass diese Kundengruppen bis 2025 55 % aller Luxuskäufe tätigen werden. Das ist für Markenpartner sehr interessant, da sie über Zalando neue, junge Kunden erreichen können«, so Röper weiter. Das Premium-Sortiment von Zalando umfasst aktuell über 260 Marken, darunter Victoria Victoria Beckham, Vivienne Westwood und MM6. Neuzugänge sind die Labels Moschino Couture, Alberta Ferretti und Proenza Schouler White Label.

Neue Kategorie »Pre-Owned«

Darüber hinaus führt der Online-Händler ab dem dritten Quartal 2020 die Kategorie »Pre-Owned« für Kleidung aus zweiter Hand ein. Diese richtet sich sowohl an Kunden, die »kuratierte Secondhand-Mode« kaufen möchten, als auch an jene, die den Produktlebenszyklus ihrer Kleidung durch einen Verkauf verlängern wollen.

Von: Lisa Hollogschwandtner