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Zalando erkauft sich Umsatz teuer

Deutlich mehr Umsatz – aber eine Rückkehr in die roten Zahlen: Das brachte das 1. Quartal für den Online-Riesen Zalando.

Der Mode- und Schuhversender Zalando hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2018 um 22 % auf 1,20 Mrd. Euro gesteigert. Co-CEO Rubin Ritter: »Ein später Start in die Frühjahr-/Sommersaison hat die Modebranche unter Druck gesetzt, aber wir haben unsere Wachstumsziele für das Gesamtjahr weiterhin fest im Blick.«  Etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes wurde im Kernmarkt DACH erzielt, wo die Wachstumsraten immer noch bei 16,2 % liegen.

15 Mio. Euro Nettoverlust

Mit einem bereinigten EBIT in Höhe von rund 400.000 Euro blieb das Berliner Unternehmen zwar knapp profitabel, verfehlte aber den Vorjahreswert von 20 Mio. Euro klar, was Ritter wie folgt kommentiert: »Wachstum ist unsere oberste Priorität und darauf haben wir uns im ersten Quartal fokussiert.« Für die DACH-Region weist Zalando eine bereinigte EBIT-Marge von 3 % aus (1. Quartal 2017: 7,7 %), während der Anbieter in den übrigen europäischen Märkten noch defizitär arbeitet. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 15 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum wurde noch ein Gewinn von 5,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Mobile wächst rasant

Neu im Zalando-Angebot sind seit Februar Beauty-Produkte – vorerst werden diese jedoch nur in Deutschland angeboten. Das Sortiment umfasst mehr als 4.000 Produkte von 130 Marken. Der Start sei »vielversprechend« verlaufen, so Ritter. Auch die Zahl aktiver Kunden schnellt weiter nach oben: Sie stieg um 16,7 % auf 23,9 Millionen. Im Durchschnitt bestellte jeder Kunde vier Mal in den letzten zwölf Monaten, was ebenfalls einem neuen Höchststand entspricht. Der Wert des durchschnittlichen Warenkorbs sank jedoch von 63 auf 60 Euro. Und, noch ein Rekord: Mit 76,6 % erfolgten erstmals mehr als drei Viertel aller Besuche auf den Zalando-Sites mit mobilen Endgeräten. Nach eigenen Angaben ist Zalando Europas führende Online-Plattform für Mode.

Von: Manuel Friedl