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WKÖ: Neuer Lehrberuf »Sportgerätefachkraft«

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich etabliert eine neue Ausbildung im Sportfachhandel. Man kämpft damit gegen den Lehrlingsmangel im Handel, aber auch gegen den Online-Handel.

Um auf die aktuellen Veränderungen im Sportfachhandel zu reagieren, lanciert die WKÖ mit Anfang September bundesweit einen neuen Lehrberuf. Mit der »Sportgerätefachkraft« will die Interessensvertretung des heimischen Handels der zunehmenden Technisierung der Produkte gerecht werden, die im Handel vertrieben werden. Die damit einhergehenden Anforderungen an die Beratungskompetenz an Sportfachhändler werden immer höher. Insbesondere die Individualisierung und technische Servicierung von Sportgeräten sind ein starkes Servicetool im Fachhandel.

Maßnahme gegen Lehrlingsmangel

Die neue Ausbildung soll ebenso Anreize für junge Menschen setzen, beruflich in einem dynamischen, technikaffinen Handelsumfeld tätig zu werden. Denn die Fachkräftesicherung hat noch Spielraum nach oben: Zwar verzeichnete die WKÖ im Handel 2018 um 4,6% mehr Lehrlinge im ersten Lehrjahr, aber wie  Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ, bekannt gibt: »Damit bildet der österreichische Handel aktuell knapp 15.000 Lehrlinge aus. Es gibt aber noch mehr Bedarf. Es würden in ganz Österreich noch wesentlich mehr Lehrlinge ausgebildet werden können.«
Auch der Sportfachhandel hat mit Fachkräfte- und Lehrlingsmangel zu kämpfen. Mit knapp 11.000 Mitarbeitern, die derzeit in Österreich im Sportfachhandel tätig sind, und 736 Lehrlingen im Sportartikelhandel ist auch hier noch Potential.

Der Lehrplan

Die Schwerpunkte im Lehrplan zur Sportgerätefachkraft  sind sowohl die kaufmännische Ausbildung wie auch die Technik. Michael Nendwich, Vorsitzender des Berufszweigs Sportartikelhandel in der WKÖ, erklärt was das konkret bedeutet: »Im Vergleich zur bisherigen Einzelhandelslehre mit Schwerpunkt Sport kommen damit u.a. Einstellungen und Anpassungen, Analyse von Störungen sowie Service, Reparatur und Montage von Sportartikeln  und –geräten hinzu. In der Praxis heißt das: Fahrräder reparieren und zusammenbauen, Fehleranalysen bei E-Bikes durchführen, Ski-Bindungen montieren, Tennisschläger bespannen u.v.m.«

Von: Sandra Seck