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Wenig Hoffnung für Borckenstein

Für den insolventen steirischen Spinnereibetrieb zeichnet sich kein Investor oder Käufer ab. 124 Arbeitsplätze gehen verloren.

Nach der neuerlichen Insolvenz des traditionsreichen oststeirischen Garnherstellers Borckenstein hat am 22. Jänner die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Eine vorläufige Fortführung wurde auf die Beine gestellt - Zusagen von Stromlieferanten und Versicherungen waren dafür notwendig, erklärte Markus Graf vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) auf APA-Nachfrage.

Schließung droht Ende Februar

Nach dem verlängerten Betriebsurlaub zum Jahreswechsel wird in dem Betrieb in Neudau (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) seit Mitte Jänner wieder gearbeitet. Allerdings werden nur noch Lagerbestände veredelt und »ausproduziert«. Diese sollen dann entweder am freien Markt oder an den italienischen Mutterkonzern verkauft werden. Graf schätzt, dass die Lagerbestände etwa Ende Februar abgearbeitet sein werden, neue Rohstoffe werden nicht mehr geliefert. Da die Mutterfirma keine Sanierung anstrebt und sich auch kein Investor oder Käufer abzeichnet, dürfte danach die Schließung und Liquidation erfolgen. Betroffen sind 124 Beschäftigte sowie rund 190 Gläubiger. Die Verbindlichkeiten betragen rund 21,4 Mio. Euro. Dem gegenüber stehen Aktiva von etwa 8,4 Mio. Euro, aber von den Betriebsanlagen sind laut Graf auch noch Maschinen verpfändet. Die genauen Zahlen würden erst ermittelt.

Von: Manuel Friedl