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Verhaltener Ausblick aufs Weihnachtsgeschäft

Pünktlich Anfang November erscheint die erste Prognose zum heurigen Weihnachtsgeschäft. Diese fällt vorhalten aus. Wachsen soll lediglich der Onlinehandel.

Laut einer Studie des neu gegründeten JKU Centre of Retail and Consumer Research (CRCR) an der Johannes Kepler Universität in Linz wollen die Österreicher heuer rund 2 Mrd. € für Weihnachtsgeschäfte ausgeben. Im Durchschnitt sind das rund 360 € pro Kopf. Die einzelnen Shopping-Kanäle profitieren laut der Studie, die auf einer Online-Umfrage unter 500 Personen basiert, jedoch sehr unterschiedlich. Fragt man die Konsumenten nach ihren geplanten Ausgaben in Innenstädten und Einkaufsstraßen, wollen lediglich 8 % ihre Ausgaben dort erhöhen, 21 % planen hingegen eine Verringerung der Ausgaben. Ganz ähnlich fallen die Antworten für Einkaufs- und Fachmarktzentren aus, wo 7 % der Konsumenten mehr, jedoch 16 % weniger ausgeben wollen. Einzig im Internet überwiegen jene Kunden, die ihre Ausgaben für Geschenke erhöhen wollen (17 % zu 11 %).

18 % des Weihnachtsumsatzes wird Online gemacht

Aufgrund dieser Zahlen prognostiziert das CRCR, dass 82 % des Weihnachtsbudgets im stationären Handel ausgegeben wird und 18 % (in absoluten Zahlen: 360 Mio. €) in den Online-Handel fließt. »Wermutstropfen bleibt für den heimischen Internet-Einzelhandel, dass 88 % der Online-Geschenkekäufer (auch) bei Amazon bestellen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 58 % der gesamten Online-Ausgaben für Weihnachtspräsente heuer zu ausländischen Internet-Händlern fließen. Das bedeutet einen Kaufkraftabfluss zu Amazon, Alibaba, Zalando & Co. in Höhe von rund 200 Mio. € bzw. von rund 10 % der gesamten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke«, schreiben die Studienautoren Ernst Gittenberger und Christoph Teller. 

Wichtigste Informationsquelle vor dem Weihnachtseinkauf ist wenig überraschend das Internet: 55 % informieren sich dort, bevor sie mit dem der Geschenkekauf beginnen. »Eine interessante und informative Homepage ist somit für den stationären Einzelhandel Pflicht«, heißt es in der Studie dazu.

 

Von: Manuel Friedl