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US-Zollstreit: Kaum Auswirkungen auf Mode

Mit 22. Juni sind im Handelsstreit mit den USA die Gegenzölle der EU in Kraft getreten. Trotz angekündigter Zölle auch auf Produkte wie Jeans ist die Wirkung rein symbolisch.

Die EU-Gegenzölle gelten auch auf Textilien und Bekleidungsartikel, wobei in der entsprechenden Produktliste lediglich T-Shirts, Westen, Hosen, Shorts, Baumwollbettwäsche sowie Männerschuhe angeführt werden. Die Maßnahme darf freilich als eher symbolisch gelten. Denn betroffen sind nicht Artikel von Marken mit Sitz in der USA, sondern lediglich Waren, die auch tatsächlich in den USA hergestellt wurden. Die in vielen Medien als Beispiel angeführten Levi's-Jeans sind demnach nicht von den Maßnahmen umfasst.

Zusätzliche 25 % Zoll

Die EU selbst geht im Bereich Textil/Bekleidung lediglich von einem Importvolumen von 88,3 Mio. Euro aus, das durch die Zusatzzölle belastet würde – für die gesamte EU. Die genannten Produkte werden nun mit einem zusätzlichen Zoll von 25 % belastet. Die EU-Zölle sind eine Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle von 25 % auf Stahl und 10 % auf Aluminium aus der EU, die bereits seit dem 1. Juni erhoben werden. Wenn die USA ihre Zölle zurücknehmen, fielen auch die EU-Maßnahmen weg, bekräftigte die zuständige EU-Handelskommissarin.

Von: Manuel Friedl