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Tom Tailor verkauft Bonita

Die Tom Tailor Holding hat ihr Tochterunternehmen Bonita an die niederländische Victory & Dreams Holding, die selbst in finanziellen Schwierigkeiten steckt, verkauft. Tom Tailor möchte sich nun auf das Wachstum der Hauptmarke konzentrieren.

Der DOB-Filialist mit derzeit 754 Filialen wurde 2012 zugekauft, entpuppte sich aber schnell als Sorgenkind. Schon seit Jahren musste sich Tom Tailor an einer Sanierung abarbeiten – bisher ohne nachhaltigen Erfolg. Über die Konditionen des Verkaufs wurde Stillschweigen vereinbart. Tom Tailor teilt aber mit, dass noch in der Bilanz per 31. Dezember 2018 der Markenwert von Bonita in Höhe von 184,5 Mio. € in voller Höhe abgeschrieben werden muss.

Bonita stand schon länger zum Verkauf, die Wahl des Käufers überrascht allerdings. Schließlich soll sich die Victory & Dreams Holding selbst in einer prekären Lage befinden. Über die Tochter Vidrea Deutschland, die hinter dem Filialkonzept Miller & Monroe steht, wurde vor einigen Wochen ein Insolvenzverfahren eröffnet. Auch gegenüber der Vidrea Retail BV in den Niederlanden gibt es Insolvenzanträge. »Der Verkauf von Bonita ist ein wichtiger Schritt für die Tom Tailor Group«, kommentiert Vorstandschef Heiko Schäfer. »Wir schaffen damit klare Verhältnisse, setzen Kapazitäten frei und können uns künftig voll auf das profitable Wachstum der Kernmarke Tom Tailor konzentrieren.«

Von: Manuel Friedl