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Tom Tailor Group: Schwaches Quartal

Im ersten Quartal 2018 sanken die Konzernumsätze der Tom Tailor-Gruppe um 2,2 % auf 190 Mio. Euro. Vor allem die Marke Bonita schnitt erneut schlecht ab.

Das EBITDA halbierte sich auf 4,1 Mio. Euro (Q1 2017: 8,7 Mio. Euro). Der Verlust stieg unterm Strich um ein Drittel auf 8,6 Mio. Euro.

»Die ersten Monate des Jahres 2018 waren herausfordernd, dennoch konnten wir uns mit den Tom Tailor-Marken gegen den Wettbewerb behaupten und unseren mit RESET eingeleiteten Kurs weiter fortführen«, zeigt sich Tom Tailor Group CEO Heiko Schäfer trotz allem positiv. »Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir im weiteren Verlauf des Jahres weiter an Fahrt aufnehmen und unsere gesteckten Jahresziele erreichen werden.«

Im ersten Quartal 2018 konnte die Gruppe mit den Tom Tailor-Marken um rund 3 % wachsen. Besonders im Bereich Wohlesale freut man sich über positive Entwicklungen: Hier sei der Umsatz um 6 % auf vergleichbarer Basis gewachsen. Im Retail sanken die Erlöse um 0,4 % auf 57,2 Mio. Euro.

Sorgenkind Bonita

Der Umsatz sank — bereinigt um 115 Store-Schließungen — im Vergleich zum ersten Q1 2017 um rund 14 % auf 51,8 Mio. Euro. Neben den Geschäftsschließungen und der rückläufigen Marktentwicklung hätte aufgrund der kalten Tage aber auch ein falscher Produktmix in den Filialen zu Umsatzeinbußen geführt, wie es von Tom Tailor heißt. Auch Konzern-CFO Thomas Dressendörfer ist mit Bonita unzufrieden. Im Gespräch mit der deutschen Textilwirtschaft sagt er, man wolle nun den Fokus auf den Vertrieb richten: Nach zwei Jahren der Restrukturierung hätte es keinen erkennbaren Sales-Fokus mehr gegeben. Unter dem neuen Bonita-Chef Karsten Oberheide werde es das nicht mehr geben. Zudem seien »handwerkliche Fehler gemacht worden“, etwa im Bereich Design. Aber auch eine falsche Wareneinsteuerung habe Bonita im ersten Quartal stark zugesetzt. Das werde sich aber im zweiten Quartal nun ändern.

Gesamtjahresprognose 2018 bestätigt

Für 2018 verfolgt die Tom Tailor Group weiterhin das Ziel, die mit den RESET-Maßnahmen zu erwartenden leichten Umsatzrückgänge durch Wachstum in den Kernmärkten und Wachstumsmärkten wie Russland und Südosteuropa kompensieren zu können. Es wird ein moderater Anstieg der EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahr erwartet. Eine Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der Analytik-Fähigkeiten sollen dies unterstützen.

Von: Christiane Marie Jördens