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Superdry rutscht in Verlustzone

Auch die britische Modemarke Superdry hat es mit ihrer Expansion übertrieben. Nun drücken Abschreibungen auf unrentable Filialen das Unternehmen in die roten Zahlen.

In dem im April abgelaufenen Bilanzjahr 2018/19 fiel ein Verlust vor Steuern in Höhe von 85,4 Mio. Pfund (94,9 Mio. €) an, nach einem Gewinn von 65,3 Mio. Pfund im Jahr davor. Der Umsatz stagnierte bei 872 Mio. Pfund.

Die Probleme hatten sich schon abgezeichnet, als Firmengründer Julian Dunkerton im Frühjahr als Interimschef ins Unternehmen zurückgekommen war. Daraufhin hatte sich die neue Führungsriege praktisch geschlossen zurückgezogen.

Probleme am Heimmarkt

»Die Probleme im Geschäft sind nicht über Nacht zu lösten«, kündigt Dunkeron nun an. Die Marke habe sich zu weit von ihrer DNA entfernt. Schon das alte Management hatte ein Sparprogramm samt Jobaubbau verabschiedet. Die Probleme bestehen vor allem am britischen Heimmarkt, der mit Unsicherheiten angesichts des bevorstehenden Brexits kämpft. Im Kontinentaleuropa sind die Umsätze der Leisurewear-Marke weiterhin gewachsen.

Von: Manuel Friedl