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Stylebop ist insolvent

Vor Kurzem hatte der deutsche Luxus-Onlinehändler Stylebop seine Lieferanten noch um Zahlungsaufschub gebeten. Zu spät: Nun wurde Insolvenz angemeldet.

Stylebop war 2004 einer der ersten Online-Shops für Mode in Deutschland. Am 15. August musste Geschäftsführer Mark Ralea bei einen Berliner Gericht einen Insolvenzantrag stellen. Bereits kurz zuvor hatte er die Einstellung des Geschäftsbetriebes im Jahr 2020 angekündigt. Bis dahin sollte noch das Warenlager geordnet abverkauft werden, alle weitergehenden Aufträge wurden storniert. Laut Website führt Stylebop mehr als 200 internationale Luxusmarken (darunter Burberry, Moncler, Off-White, Saint Laurent und Tod’s) und liefert in 164 Länder weltweit. Doch trotz seiner Vorreiterrolle im Online-Geschäft verlor das Unternehmen in den letzten Jahren angesichts des steigenden Wettbewerbs durch Mitbewerber wie Mytheresa, Net-a-Porter und Farfetch stetig an Glanz und Umsatz. Letzterer soll laut Textil Wirtschaft 2018 nur noch 34,5 Mio. € betragen haben – um ein Viertel weniger als im Jahr davor. Das Ergebnis war seit Jahren rot.

Von: Manuel Friedl