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Sports Direct fährt weiter Schrumpfkurs

Sports Direct hat im Geschäftsjahr 2018 acht Filialen geschlossen und ist seit der Übernahme von Sport Eybl im Jahr 2013 nur noch halb so groß.

Der Sportartikeldiskonter Sports Direct hat im Geschäftsjahr 2017/18 (per 30. April) in Österreich weitere acht Standorte geschlossen und verfügte damit zum Stichtag nur noch über 28 Filialen im Land. Seither wurden bereits zwei weitere Geschäfte geschlossen – u. a. im Wiener Kaufhaus Gerngroß. Damit ist das Filialnetz heute nur noch halb so groß wie zum Zeitpunkt der Übernahme von Sport Eybl im Jahr 2013.

Der Umsatz ging aufgrund der Filialschließungen um ein Fünftel auf 105 Millionen Euro zurück. Zum Vergleich: Sport Eybl hatte einst einen Umsatz von 338 Millionen Euro erzielt. Erst zum zweiten Mal seit 2013 gelang es Sports Direct Austria, mit + 323.000 Euro einen kleinen Jahresgewinn zu verbuchen. 2016/17 war der Gewinn allerdings doppelt so hoch ausgefallen. Unterm Strich war der Österreich-Einstieg für den britischen Diskonter ein finanzielles Debakel: Bisher summierte sich der Bilanzverlust auf 125 Millionen Euro. Um gegenzusteuern reagierte Sports Direct laut Jahresbericht mit einer Reduktion des Eigenmarkenanteils zugunsten der Markenhersteller. Die Optimierung der Sortimente auf Basis der lokalen Anforderungen habe bereits Erfolge gezeigt, teilt der Sporthändler mit.

Von: Manuel Friedl