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Plastiksackerlverbot ist fix

Ab 2020 gibt es keine Plasticksackerl mehr.

Ab Anfang Jänner 2020 dürfen keine Kunststofftragetaschen mehr in Verkehr gebracht werden. Das hat der Nationalrat Anfang Juli einstimmig beschlossen. Ausgenommen vom Verbot sind nur robuste, wiederverwendbare Taschen mit vernähten Verbindungen und vernähten Tragegriffen, weiters Sackerl, die biologisch vollständig abbaubar sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, sowie kompostierbare, ultradünne Knotenbeutel, wie sie für Obst und Gemüse in Lebensmittelgeschäften verwendet sind. Eine Übergangsfrist ist für Plastiksackerl geplant, die die Geschäfte bereits auf Lager haben. Sie sollen noch bis Ende 2020 ausgegeben werden dürfen. Laut der ehemaligen ÖVP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger, die den Entwurf für das Verbot auf den Weg gebracht hat, könne man mit dieser Maßnahme 5.000 bis 7.000 Tonnen unnötiges Plastik in Österreich vermeiden. Österreich sei erst das dritte Land in Europa, das ein derartiges Verbot beschlossen habe. Für Kritiker wie die Umweltschutzorganisation Global 2000 handelt es sich bei dem Schritt um »Symbolpolitik«: Die betroffenen Plastiksackerl seien lediglich für 2 % des Plastikmülls verantwortlich.

Von: Manuel Friedl