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Palmers zurück in der Gewinnzone

Die heimische Wäschemarke hat die Restrukturierung abgeschlossen und meldet auch für heuer Umsatzsteigerungen.

Die Palmers Textil AG hat im Geschäftsjahr 2018/19 (per 31. Jänner) erstmals nach mehreren schwierigen Jahren wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 3,5 Mio. €. Auch unter dem Strich sei man positiv gewesen, betont Tino Wieser, der das Unternehmen gemeinsam mit seinen Brüdern Luca und Marc sowie der Familie Hutman im Jahr 2015 übernommen hat. Seither habe man an die 25 Mio. € in die Neuausrichtung investiert. Der Umsatz kam 2018/19 bei 64 Mio. € zu liegen.

Gute Entwicklung im 1. Halbjahr

Auch im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres setzt sich die positive Entwicklung fort: Im Zeitraum Februar bis Juli sind die Umsätze um 3 % (flächenbereinigt: + 4 %) gewachsen. Absolute Zahlen nennt Wieser nicht. Überdurchschnittlich entwickelten sich dabei die österreichischen Filialen (+ 5 % bzw. + 4,6 % flächenbereinigt). Im E-Commerce sei im Vergleich zum Vorjahr sogar um 67 % mehr Umsatz erzielt worden.

Neu: Home-Produkte

»Wir fokussieren darauf, die beste Passform am Markt zu bieten und unsere Kundinnen in unseren Geschäften optimal zu beraten.«, sagt Tino Wieser. Bruder Luca Wieser ergänzt: »Wir haben die gesamte Kollektion überarbeitet und entwickeln diese permanent weiter. Unsere neue Marketing- und Vertriebsstrategie zeigt ebenfalls bereits Wirkung.« Statt der Werbung für Ehemänner steht nun die Frau mit ihren Bedürfnissen im Fokus. Ab dem Frühjahr 2020 soll das Sortiment um Home-Produkte wie Bettwäsche, Decken, Geschenkartikel und Düfte erweitert werden.

Auslandsexpansion

In den vergangenen zwei Jahren ist Palmers in Italien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei neu in den Markt eingetreten. Während die rund 100 Geschäfte im Ausland so gut wie alle selbst betrieben werden, ist in Österreich nach wie vor das Franchise-Geschäft ein wichtiges Standbein: Hierzulande werden 118 Filialen vom Unternehmen selbst betrieben, weitere 85 von Franchisepartnern geführt.

Von: Manuel Friedl