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P&C: Wachstum dank Osteuropa

Peek & Cloppenburg zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsverlauf. 2020 sollen Premiumlabels in die Abteilungen integriert, der Kundenclub neu gelauncht werden.

Die Peek & Cloppenburg KG mit Sitz in Wien hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um 3,5 % auf 761 Mio. € netto gesteigert. »Ein entscheidender Faktor für die positiven Entwicklungen ist das weiterhin sehr gut laufende Geschäft in Osteuropa«, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Die Wiener Konzernzentrale von Peek & Cloppenburg ist für die 13 Verkaufshäuser in Österreich sowie knapp 40 Geschäfte in Ost- und Südosteuropa verantwortlich. Über die Geschäftsentwicklung in Österreich werden keine Angaben gemacht. Sehr wohl jedoch über jene im Stammmarkt Deutschland: Die dortige Konzernzentrale in Düsseldorf meldet für 2018 einen Nettoumsatz von 1,45 Mrd. €, was einem Rückgang um 2,6 % entspricht. Im Gegensatz zur Wiener Teilgesellschaft wird für die deutsche Schwester auch eine Ergebniszahl verraten: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag demnach bei 78 Mio. € und somit um 9 % unter jenem des Jahres 2017. 

Den Geschäftsverlauf des zu Ende gehenden Jahres 2019 beschreibt P&C als »positiv«: »Das Unternehmen erwartet einen erfolgreichen Jahresabschluss bei ähnlichen Umsatztendenzen wie 2018.« 

Vorhaben für 2020 

Als aktuelle Fokus-Themen nennt das Unternehmen »Omnichannel, Expansion in Osteuropa und Kundenorientierung«. In den Geschäften sollen die Abteilungen neu strukturiert werden. Künftig solle grundsätzlich nur noch zwischen Casual und Konfektion unterschieden werden, um den Kunden eine bessere Orientierung zu bieten. »Dabei präsentiert das Unternehmen in den Abteilungen Produktgruppen und Kollektionen über alle Preissegmente hinweg und integriert damit das Premiumsortiment stärker in die Damen- und Herrenwelten.« Lediglich in den fünf größten Weltstadthäusern, darunter das Haus auf der Kärntner Straße in Wien, werde es künftig noch separate Bereiche für gehobene Premiumware geben – und diese sollen noch vergrößert werden. Online wiederum will sich P&C in Nischen verstärken, etwa in der Kindermode, die aus den stationären Flächen bereits nahezu verbannt wurde, sowie in den Anschlussgrößen. Und als weiteres großes Projekt wird 2020 das Kundenkartenprogramm unter dem Namen Insider neu aufgelegt. Dazu gehört auch die neue App Insider Digital. 

Von: Manuel Friedl