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Outfittery und Modomoto fusionieren

Outfittery und Modomoto, zwei bisherige Wettbewerber um den lukrativen Online-Markt für Männermode, schließen sich zusammen.

Durch die Fusion der beiden Berliner Unternehmen Outfittery und Modomoto entsteht nach eigenen Angaben der größte Personal-Shopping-Anbieter Europas. Das Unternehmen wird künftig in allen neun europäischen Märkten einheitlich unter der Marke Outfittery auftreten. Wie es in einer Mitteilung heißt, könne man künftig Syniergieeffekte in den Bereichen Einkauf und Logistik erzielen und so die Grundlage für weiteres Wachstum in Europa schaffen. Gemeinsam bedienen die Curated-Shopping-Anbieter derzeit nach eigenen Angaben rund 1 Mio. Kunden und stehen für einen kumulierten Umsatz von 80 Mio. €.

Die Outfittery-Gründerin und gebürtige Österreicherin Julia Bösch bleibt nach dem Zusammenschluss CEO. Andreas Fischer, Geschäftsführer von Modomoto, wird Chief Strategy Officer.

Das Geschäftsmodell der beiden Unternehmen, die innerhalb weniger Monate beide in Berlin gegründet wurden, ist ganz ähnlich: Die (ausschließlich männlichen) Kunden registrieren sich online, füllen Fragebogen aus und telefonieren mit Stylisten, woraufhin sie eine Box mit Kleidungsstücken zur Auswahl erhalten. Was passt und gefällt, wird behalten, der Rest zurückgeschickt.

Outfittery machte im Geschäftsjahr 2017 rund 44 Mio. € Umsatz (+ 3,5 %), bei einem Jahresverlust von 7 Mio. €. Gegenüber 2016 war das eine deutliche Verbesserung: Damals betrug der Jahresfehlbetrag 14,6 Mio. €. Die aufgelaufenen Verluste summierten sich per Ende 2017 bereits auf 53,7 Mio. €. Für 2018 liegen noch keine Zahlen vor. Um Modomoto soll es deutlich besser stehen. Wie die TextilWirtschaft berichtet, lag der Umsatz 2017 bei mehr als 20 Mio. €, und zumindest auf EBITDA-Ebene sei der Break-Even bereits erreicht worden.

Von: Manuel Friedl