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Option Online: Regional einkaufen geht auch im Netz

In Österreich entstanden in den vergangenen Tagen bereits zahlreiche lokale Initiativen, um die heimische Wirtschaft zu fördern.

Für viele heimische Geschäfte und Unternehmen geht es derzeit um die Existenz: Die Umsatzzahlen brechen angesichts der Corona-Krise ein, große Internetriesen sind die wahren Profiteure der weitreichenden folgen der Pandemie. Doch es formiert sich eine Gegenbewegung. So brachten die vergangen Tage zahlreiche lokale Initiativen hervor, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Um den Konsumenten die Online-Suche nach heimischen Anbietern zu erleichtern, hat die Publizistin und Aktivistin Nunu Kaller eine Liste aller heimischen Unternehmen zusammengetragen, die aktuell liefern. Unternehmen können sich ganz einfach unter https://www.nunukaller.com/ eintragen. Konsumenten haben die Möglichkeit nach Kategorie oder Bundesland zu filtern sowie nach einem konkreten Suchbegriff zu suchen.

Auch der Marktplatz Goodity möchte regionalen Konzepten eine Bühne bieten und richtet sich speziell an jene Unternehmen ohne eigenen Onlineshop. Das Listen der eigenen Produkte auf der Plattform ist kostenlos. Bei erfolgreichem Verkauf wird eine Provision von 2 % fällig. Ein Händler-Profil kann innerhalb kürzester Zeit unter https://www.goodity.at/de/signup angelegt werden.

Besonders kreativ wurde auch das Label Mondschein Design und initiierte mit anderen Klein(st)unternehmen einen Online-Ostermarkt. »Auch wenn die direkte Begegnung mit kleinen Manufakturen, die zu dieser Jahreszeit stets auf den Ostermärkten zu finden sind, heuer nicht möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass auf kreative Ostergeschenke verzichtet werden muss«, stellt Mondschein Gründerin Gabriele Lechner klar. So stellt sie seit wenigen Tagen auf www.ostermarkt.net unterschiedlichste österreichische Label vor. Mittels Kurzvideos, lassen sich die Manufakturen und die Menschen dahinter kennenlernen. Manufakturen, die ebenfalls noch gemeinsame Sache machen wollen, animiert Lechner dazu mitzumachen und sich auch kurzfristig noch zu melden.

Bundeslandspezifische Angebote

In Wien haben Bloggerin Edisa Shahini und Modedesignerin Laura Singer die Initiative »Togethervienna« ins Leben gerufen, die auf Instagram diverse Wiener Betriebe unterstützt.

Die Wirtschaftsagentur Ecoplus bietet in Niederösterreich auf ihrer Homepage unter https://www.ecoplus.at/interessiert-an/online-services/ einen nach Landesvierteln gegliederten Überblick über das Online-Angebot lokaler Betriebe. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner kommentiert: »Eines unserer dringlichsten Anliegen ist es, dass die Wertschöpfung bei uns im Land bleibt und unsere niederösterreichischen Unternehmen und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.«

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich präsentiert unter https://www.lieferserviceregional.at/ Firmen aus Oberösterreich, die trotz Geschäftssperre mittels Lieferservice zur Verfügung stehen.

Und auch die Initiative #wirstehenzusammen der Kleinen Zeitung stieß in den vergangenen Tagen auf große Resonanz. Nach etwas mehr als 2 Tagen hatten sich bereits über 2000 lokale Geschäfte und Produzenten aus der Steiermark und Kärnten gemeldet, um ihre Dienstleistungen und Produkte unter https://interaktiv.kleinezeitung.at/regionalkaufen/ zu bewerben.

Das Pendant aus Tirol wirbt unter dem Titel »Wir kaufen in Tirol«. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Landes, umgesetzt von der Standortagentur Tirol und unterstützt von der Tiroler Tageszeitung sowie der Wirtschaftskammer. Die Plattform bietet für Kunden die Möglichkeit, Onlineshops gezielt nach Gemeinden oder Produktgruppen zu suchen. Die Registrierung für Unternehmer kann unter https://www.wirkaufenin.tirol/page.cfm?vpath=registrierung kostenlos durchgeführt werden.

Bei Anregungen zu weiteren lokalen Initiativen in Ihrer Nähe senden Sie gerne ein E-Mail an l.hollogschwandtner@textilzeitung.at.

Von: Lisa Hollogschwandtner