Fashion

Corona-Krise: Mundschutz statt Mode

Um einen Beitrag zur Eidämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten, haben bereits zahlreiche Unternehmen ihre Produktionsabläufe auf die Herstellung von Schutzbekleidung und -masken umgestellt.

Eterna

Nachdem die Produktion von Hemden und Blusen im eigenen Produktionsbetrieb von Eterna in der Slowakei aufgrund der allgegenwärtigen Corona-Krise massiv zurückgefahren werden musste, reagiert der Hemdenspezialist auf pragmatische Weise. Innerhalb kürzester Zeit wurden in der europäischen Näherei alle Produktionsabläufe umgestellt. Seit vergangener Woche werden so Schutzmasken produziert, eine Produktgruppe, die auf Grund der anhaltenden Pandemie einen extremen Engpass verzeichnet. Auftraggeber ist der slowakische Staat, der seine Bestände von dringend benötigter Schutzausrüstung für medizinisches Personal und Patienten damit aufstockt. Gleich am ersten Produktionstag konnten 13.000 Stück hergestellt werden. Ziel ist es, den Output auf bis zu 25.000 Exemplare täglich hochzuskalieren. Damit können alle Mitarbeiter weiterhin vollbeschäftigt und die drohende Kurzarbeit abgewendet werden. Aktuell arbeitet das Unternehmen daran, die rechtlichen Bedingungen und Einhaltung der Vorschriften für eine Lieferung in den Rest Europas möglich zu machen.

Rösch Fashion GmbH

Auch die Rösch Fashion GmbH & Co. KG hat sich dazu entschieden, die Produktion von Mund- und Nasenmasken aufzunehmen. Gemeinsam mit dem eigenen Schwesternbetrieb in Ungarn entwickelte das Unternehmen drei verschiedene Modelle. Seit Mitte letzter Woche läuft die Produktion. Alle Materialien werden von langjährigen Partnern bezogen und im Betrieb in Ungarn und in Kleinmengen in Tübingen konfektioniert. Die Wochenkapazität beträgt derzeit rund 100.00 Stück. Die Masken werden derzeit an Großabnehmer aus dem medizinischen Bereich sowie an »systemrelevante Firmen und Institutionen« geliefert. Im zweiten Schritt ist auch eine Abgabe an Privatpersonen über den unternehmenseigenen Online-Shop geplant.

Parallel entwickelt die Rökona Textilwerk GmbH & Co. KG, ein weiterer Schwesternkonzern, Textlilien für zertifizierbare Masken und Schutzanzüge.

H&M Group

Auch die Vertikalen ziehen mit. »Das Coronavirus wirkt sich dramatisch auf jeden von uns aus und die H&M Group versucht, wie viele andere Organisationen, bestmöglich in dieser außergewöhnlichen Situation zu helfen. Wir sehen dies als einen ersten Schritt unserer Bemühungen, überall dort zu helfen, wo wir können. Wir stehen dies alle gemeinsam durch und gehen das gemeinschaftlich an«, kommentiert Anna Gedda, Head of Sustainability H&M Group, die Bemühungen der Gruppe, durch die Produktion von Schutzausrüstung die Folgen der Corona-Krise einzudämmen. Man wolle die Lieferketten, einschließlich der weltweiten Beschaffungsketten und logistischen Kapazitäten, nutzen, um so schnell als möglich mit der Lieferung zu beginnen, so eine aktuelle Mitteilung des Unternehmens.

 

Von: Lisa Hollogschwandtner