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Modehandel: Wetter schlägt Ostern

Glück gehabt: Der Frühling ist auch im Jahr 2018 noch gekommen – und mit ihm auch die Umsätze im Modehandel.

Der April brachte für den stationären Modehandel eine Umsatzsteigerung von gleich 8 % im Vorjahresvergleich. Inflationsbereinigt wuchsen die Umsätze immerhin um 6,6 %. Damit wurde das kräftige Minus aus dem ersten Quartal (aufgelaufen -4,7 %) nahezu egalisiert. Nach vier Monaten steht die Branche nun bei einem Minus von 1,2 % (real: -2,4 %), zeigen die Zahlen von KMU Forschung Austria und Wirtschaftskammer.

Modehandel übertrumpft Einzelhandel gesamt

Besonders erfreulich: Seit langem wieder ging es dem Modehandel damit deutlich besser als dem Einzelhandel insgesamt, der seine Umsätze im April bei gleich vielen Verkaufstagen nur um 0,6 % steigern konnte (real: -1,6 %). Die Verschiebung des Osterfestes vom April in den März habe in mehreren Branchen (Spielwaren, Lebensmittel) zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt, heißt es dazu von der KMU Forschung Austria, während die modischen Branchen vom witterungsbedingt verspäteten Start in die Frühlingssaison profitiert hätten.

Wetter schlägt Ostern

Somit zeigt sich heuer klar: Zumindest im Modehandel ist das passende Wetter deutlich wichtiger als der Ostertermin. Auch die Anzahl der Kunden schnellte im April im Modehandel deutlich nach oben (+6,9 %), und diese kauften auch im Schnitt zu etwas höheren Durchschnittsbons. Nach geografischen Regionen betrachtet lagen die Umsätze überall im Plus, im Westen des Landes sogar fast zweistellig, am geringsten in den südlichen Bundesländern. Deutlich überdurchschnittlich profitieren konnten interessanterweise auch Geschäfte in Einkaufszentren.

Von: Manuel Friedl