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Modehandel: Schlechtester Monat seit sieben Jahren

Der Februar bescherte dem heimischen Modehandel wenig erfreuliche Zahlen: Die Umsätze gingen real um 13,8 Prozent zurück.

Ein ungewöhnlich kalter und trüber Februar sorgte dafür, dass die Kunden heuer lieber zuhause blieben als sich bereits an den ersten Frühjahrsteilen zu erfreuen. Die Folge: Ein Umsatzminus von 11,3 % (real: -13,8 %). Das zeigen die Daten von WKO und KMU Forschung. Um einen ähnlich schlechten Wert zu finden, muss man bis in den September 2011 zurückgehen (-13,4 %).

Kleine Unternehmen im Vergleich besser

An der hohen Vorlage kann es nicht gelegen haben: Denn im Februar 2017 stand zu Monatsende ein kleines Minus von 1 % in den Büchern. Mit 24 zählte der Monat heuer auch gleich viele Verkaufstage wie im Vorjahr. Nach Regionen und Lagen gab es dabei kaum nennenswerte Unterschiede: Überall lief das Geschäft gleich schlecht. Auffällig ist bloß, dass sich kleinere Unternehmen mit weniger als 4 Mio. Euro Jahresumsatz im Februar deutlich besser schlugen (-4 %) als große Firmen, die im Schnitt sogar bei einem Minus von 18 % zu liegen kamen. Auffällig besser als der Rest schlossen den zweiten Monat des Jahres auch Herrenmoden-Spezialisten ab.

Minus von 4,1 % per Ende Februar

Da das Jahr 2018 mit einem Plus von 1,8 % im Jänner vergleichsweise erfreulich begonnen hatte, steht die Branche per Ende Februar nun aufgelaufen bei einem Minus von 4,1 %. Der gesamte Einzelhandel schnitt im Februar mit einem Minus von nur 0,5 % deutlich besser ab.

Von: Manuel Friedl