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Millionenpleite eines Franchisenehmers

Der Modehändler Ralph Huber mit Sitz in Zell am See und insgesamt sieben Geschäften unterschiedlicher Modemarken ist in die Insolvenz gerutscht.

Vom Landesgericht Salzburg wurde am 24. September auf eigenen Antrag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Bischofshofener Rechtsanwalt Markus Stranimaier ernannt.

Laut Creditreform betreibt Ralph Huber als Franchisepartner Geschäfte der Marken s.Oliver, Esprit, Tally Weijl und Jack Wolfskin, und zwar in Zell am See (3), Braunau (2) und in Mayrhofen im Zillertal (1). Auch in Vilshofen (Bayern) wird ein Standort betrieben. Schon 2016 wurden einige Filialen mit negativem Ergebnis geschlossen. Laut AKV ist beabsichtigt, nach der Entschuldung im Rahmen des Sanierungsverfahrens nur noch die zwei erfolgreichen Geschäfte im City Center Braunau weiterzuführen. Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,7 Mio. € stehen Aktiva in Höhe von 460.000 € gegenüber, meldet der KSV1870. Von 26 Dienstnehmern wurden bereits die Hälfte gekündigt.

Als Insolvenzursachen nennt Ralph Huber hohe Investitionen in Filialumbauten sowie die Konkurrenz durch den Internet-Handel. Angeboten wird eine Quote von 20 %.

Von: Manuel Friedl