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Mai: Modehandel schlägt sich wacker

Der fünfte Monat bescherte dem Modehandel bei zwei Verkaufstagen weniger ein kleines Umsatzminus.

Der Kalender machte es für den Modehandel nicht leicht: Gleich zwei Verkaufstage weniger zählte der Wonnemonat in diesem Jahr im Vergleich zum Jahr davor. Und das Wetter war fast schon zu perfekt: Es war der wärmste Mai seit 150 Jahren. Da hatten viele Kunden schon mehr Lust zum Baden, zum Eisessen oder für den Garten als auf Einkaufstouren. Angesichts dieser Rahmenbedingungen und einer sehr guten Vorlage aus dem Vorjahr (+6,4 %) kann der stationäre Modehandel mit einem kleinen Umsatzminus von –1,0 % (real: -1,4 %) zwar sicher nicht glücklich, aber auch nicht rasend unzufrieden sein.

Regional gab es bei den Umsätzen diesmal übrigens bedeutende Unterschiede: Modegeschäfte im Osten des Landes (wo es auch am heißesten war) konnten ihre Umsätze sogar im Schnitt um mehr als 1 % steigern, während Geschäfte in den westlichen und südlichen Bundesländern um 2 bis 3 % hinter dem Vorjahr lagen.

Stark unterdurchschnittlich schnitten diesmal Geschäfte in Einkaufszentren, Shops von Filialisten sowie Großbetriebe mit mehr als 4 Mio. Euro Jahresumsatz ab. Kleinere, flexiblere Ein-Standort-Unternehmen sowie Unternehmen mit weniger als 1 Mio. Euro Jahresumsatz konnten ihre Umsätze im Mai jedoch im Schnitt um 3 bis 5 % steigern. Nach Sortimenten betrachtet kauften die Herren deutlich besser ein als die Damen. Im Vergleich mit dem Einzelhandel insgesamt tat sich die Mode etwas schwerer – aber daran ist man ja inzwischen gewöhnt: Der stationäre Einzelhandel in Summe wies im Mai ein kleines Umsatzminus von 0,2 % (real: -1,7 %) auf. Nach fünf Monaten steht der stationäre Bekleidungshandel nun bei einem Umsatzminus von 1,2 % (real: -2,2 %).

Von: Manuel Friedl