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Lenzing AG: Umsatz und Gewinn schrumpfen

Die heimische Lenzing AG musste in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen. Das Periodenergebnis schrumpfte gar um 39 %.

Währungseffekte, teure Rohstoffe und ein hoher Preisdruck im Bereich Standardviscose - allesamt Faktoren, die dem Faserhersteller Lenzing in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres ordentlich zusetzten. Um 5,2 % auf 1,64 Milliarden Euro sank der Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen 2018. Das wiederum führte dazu, dass das EBITDA um 26,8 % auf 290,6 Millionen Euro einbrach. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging gar um 36,2 % auf 190,3 Millionen Euro zurück. Der Gewinn sackte schließlich um 39 % auf 133,8 Millionen Euro ab. 

Die Investitionen stiegen um 35,5 % auf 174,1 Mio. Euro an, was auf die Kapazitätserweiterungen in Heiligenkreuz, den Ausbau des bestehenden Faserzellstoffwerks in Lenzing sowie die bisherigen Investitionen im US-Werk in Mobile (Alabama) zurückzuführen ist, so heißt es aus Lenzing.

Gesamtjahr 2018 und Ausblick 2019

Trotz der aktuell schlechten Geschäftszahlen zeigt sich die Lenzing AG angesichts der Geschäftsentwicklung zufrieden: 

»Die Lenzing Gruppe agiert aktuell in einem herausfordernden Umfeld. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der soliden Geschäftsentwicklung zufrieden und die Unternehmensstrategie sCore TEN wirkt sich positiv aus. Die neue Produktionslinie in Heiligenkreuz lief erfolgreich an und die Rückmeldungen der Kunden sind positiv. Während die Gewinnsituation vieler Viscosehersteller sehr angespannt ist, sind wir aufgrund unserer Spezialitätenstrategie sehr solide aufgestellt und erwarten weiterhin ein zufriedenstellendes Gesamtjahr«, so Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing AG, zuversichtlich.

Die Nachfrage am weltweiten Fasermarkt würde sich sehr positiv entwickeln, wie es weiter heißt. Deshalb geht man davon aus, dass die Wachstumsraten für holzbasierte Cellulosefasern weiterhin über dem Gesamtfasermarkt liegen werden. 2018 soll dem Konzern demnach trotz allem solide Geschäftszahlen bescheren, wobei das Ergebnis unter dem der letzten beiden Jahre liegen wird, wie Lenzing mitteilt.

Für 2019 erwartet sich der Faserhersteller, dass die Standardviscose-Märkte aufgrund eines weiterhin andauernden Überangebotes und sehr hoher Preise für benötigte Rohstoffe unter Druck bleiben. Das eigene Spezialfasergeschäft wird seine positive Entwicklung aber weiterführen können, so die Prognose.

Von: Christiane Marie Jördens