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Lenzing AG rudert in den USA zurück

Der heimische Faserhersteller Lenzing hat beschlossen, den Ausbau der Lyocellfaser-Kapazitäten in Mobile (USA) erst einmal auf Eis zu legen.

Die »steigende Wahrscheinlichkeit höherer Handelszölle, gepaart mit einer möglichen Überschreitung der Baukosten aufgrund des boomenden US-Arbeitsmarktes, hat das Risikoprofil dieses Projektes erhöht«, so heißt es von Seiten der Lenzing AG. Um der weiterhin starken Nachfrage nach Lyocellfasern entsprechen zu können, will man nun die Expansionspläne des Unternehmens anpassen. Dies beinhaltet vor allem eine stärkere Fokussierung auf die Erweiterung der Lyocellfaser-Kapazitäten am Produktionsstandort in Prachinburi, Thailand. Die Entscheidung, das Projekt in Mobile in den USA zu stoppen, soll aber regelmäßig geprüft werden.

Am Standort im heimischen Heiligenkreuz wurden die Kapazitäten erst vor kurzem um 25.000 Tonnen jährlich erweitert. Wie es in einer aktuellen Meldung weiter heißt, werde man darüber hinaus 2019 und 2020 keine zusätzlichen Lyocellfaser-Mengen auf den Markt bringen.

Von: Christiane Marie Jördens