Karriere

LDT Nagold Francesco Sessler

LDT Nagold Alumnus Francesco Sessler hat in seiner beruflichen Laufbahn sehr vom professionellen Netzwerk der Fachhochschule profitiert.

Beruf/Derzeitige Stelle: Inhaber und Geschäftsführer ARTIS Fashion Group

Jahrgang LDT Nagold: Abschluss 2016

Das hat mir mein Studium beruflich gebracht:
Das Studium an der LDT diente zweifellos zur optimalen fachlichen Vorbereitung auf die zukünftigen beruflichen Herausforderungen in der Textilbranche. Hervorheben möchte ich jedoch, das an der LDT entstandene Netzwerk, welches mir in meiner beruflichen Laufbahn immer wieder den entscheidenden Vorteil brachte. 

Das hat mir mein Studium persönlich gebracht: 
Als selbstständiger Unternehmer profitiere ich heute vor allem von den an der LDT vermittelten und immer wieder in den Vordergrund gestellten Werten. So lernte ich in meiner Zeit als Studierender das neben Profit und Gewinnmaximierung, vor allem der ehrliche Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden zu einem langfristigen und für beide Seiten fruchtbaren Geschäftsverhältnis führen.

Herausforderungen, denen ich im Job begegne: 
In meiner derzeitigen Position empfinde ich als größte Herausforderung neben dem Blick für das Detail und der Diversifikation verschiedener Geschäftszweige den Blick für ein übergeordnetes Ziel nie aus den Augen zu verlieren.

Deshalb bin ich in der Modeindustrie genau richtig: 
Unsere schnelllebige Branche erfordert es sich neu immer wiederkehrender Aufgaben jeden Tag neu zu erfinden. Vor allem für junge Menschen die die geforderte Motivation und das nötige Maß an Selbstdisziplin mitbringen, bietet die Textilindustrie zahllose spannende Möglichkeiten.

Mode fasziniert mich, weil: 
Mode begeistert mich, weil sie jedem, ohne monetäre Ausgrenzung, die Möglichkeit bietet, sich und seine Werte darzustellen.

Stationär oder E-Commerce?
Heutzutage ist es unerlässlich den stationären Handel mit den wachsenden Anforderungen des E-Commerce zu verknüpfen. Vor allem für lokale Einzelhändler halte ich es für zwingend notwendig, den Online-Handel als Chance zu betrachten und nicht den Mitbewerber in ihm zu suchen.

Multichannel? Ja/Nein? Aber wie?
Eine durchdachte Multichannelstrategie ist für textile Unternehmen ab einer gewissen Größe unerlässlich. Basis eines erfolgreichen Handelns ist hierbei dem Kunden durch das Multichannel einen Mehrwert zu bieten und das Einkaufserlebnis zu vereinfachen. Dass dies auch in Deutschland bei etablierten Unternehmen funktionierten kann, verdeutlicht das Beispiel Breuninger.

Die Zukunft der Modeindustrie/des Handels ist... 
Die Zukunft der Modeindustrie sehe ich in jungen Vordenkern, die den Mut aufbringen ihre Ziele zu verfolgen und sich dabei nicht von kurzzeitigen Rückschlägen abschrecken lassen. Für unsere Stadtbilder sind erfahrene Einzelhändler, die es abzuholen und an den Zahn der Zeit zu führen geht, der Grundstein. Nur wenn unsere Händler, auf den Verkaufsflächen jeden Tag aufs neue Kunden begeistern können, haben Hersteller die Chance erfolgreichen zu agieren.

Diese Designer/Labels inspirieren mich bei meiner Arbeit: 
Für mich persönlich stehen nicht die Labels, die durch unerschöpfbare Marketingbudgets aufgebauscht im Vordergrund, sondern die Köpfe welche es schaffen ihren eigenen Visionen in Produkte und Kollektionen umzusetzten.

Diese Designer/Labels machen es richtig: 
bei dieser Frage möchte ich den Unternehmer Wolfgang Krupp in den Vordergrund stellen, der es schafft den Anforderungen dieser jungen Branche und den Wünschen seiner alternden Zielgruppe gleichermaßen gerecht zu werden und dabei seinen eigenen Werten stetes treu zu bleiben.

So sieht mein Schrank aus: 
11 Quadratmeter und von einem deutschen Start-Up handgefertigt

So shoppe ich privat: 
Wenn ich privat shoppe, steht der emotionale Gedanke im Vordergrund, weshalb sich fast alle Einkäufe aus einer spontanen Laune ergeben.

Dieses Teil habe ich zuletzt gekauft:
Einen weißen Sweater eines Mailänder Designer-Labels

Von: Márcia Neves