Business

Inditex leidet unter starkem Euro

Trotz hoher Umsätze flachten die Wachstumsraten bei Inditex im Jahr 2018/19 eher ab.

Der spanische Branchenprimus Inditex (Zara, Bershka, Massimo Dutti u. a.) konnte bei Umsatz und Gewinn auch im Geschäftsjahr 2018/19 (per 31.1.) neue Höchstmarken erreichen. Allerdings waren die Wachstumsraten nicht so hoch wie man es gewohnt ist. So verweist der Konzern zwar auf Zuwächse in allen geografischen Regionen und bei allen Konzepten. In lokalen Währungen stiegen die Umsätze um 7 % (flächenbereinigt: 4 %). Doch da Inditex bereits mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb des Euroraums erzielt, wurde der Konzern vom starken Euro belastet. So legten die Netto-Umsätze in der Konzernwährung lediglich um 3 % auf 26,1 Mrd. € zu. Einen deutlichen Sprung nach oben machten die Online-Verkäufe: Mit einem Plus von 27 % auf 3,2 Mrd. € steht der E-Commerce bereits für 12 % des gesamten Umsatzes. Die Verkaufsfläche wuchs im Laufe des Geschäftsjahres um 4,7 % auf bereits fast 5 Mio. m2. Dieses Wachstum wurde nahezu zur Gänze durch die Vergrößerung bestehender Stores oder die Schließung kleinerer zugunsten der Eröffnung größerer Geschäfte erreicht. Denn per Saldo wuchs das globale Ladennetzwerk lediglich um 15 Standorte auf 7.490.

Und abermals schloss der größte Modekonzern der Welt ein Geschäftsjahr, das allgemein als sehr schwierig galt, mit einem hohen Gewinn ab. Das operative Ergebnis EBITDA konnte um 3 % (in lokalen Währungen: 11 %) auf 5,5 Mrd. € gesteigert werden, der Nettogewinn stieg um 2 % (in lokalen Währungen: 12 %) auf 3,4 Mrd. €.

Für das neue Geschäftsjahr visiert Inditex ein Wachstum von rund 5 % (like-for-like) an. In Österreich betreibt die Gruppe derzeit 32 Stores (Zara: 13; Bershka: 7; Zara Home: 5; Pull & Bear: 4; Massimo Dutti: 3).

Von: Manuel Friedl