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Hugo Boss: Umsatzschwund wegen US-Markt

Hugo Boss konnte einen Umsatzanstieg im zweiten Quartal 2019 erzielen. Aufgrund der Herausforderungen auf dem US-Markt halten sich weitere Prognosen in Grenzen.

Der deutsche Modehersteller Hugo Boss konnte den Umsatz im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 2 % auf 665 Mio. € verbessern. Der operative Gewinn (Ebit) fiel allerdings wegen anfallender Kosten für Umbau und Digitalisierung um 22 % auf 55 Mio. €.

Asien: gut für’s Geschäft

Besonders dynamisch entwickelte sich der Umsatz erneut in der Region Asien/Pazifik. Dort beschleunigte sich das währungsbereinigte Umsatzwachstum auf 8 %. In China erzielte die Brand auf vergleichbarer Fläche ein prozentual zweistelliges Plus.

Sorgenkind USA

Trotz der leichten Umsatzsteigerung sind die Prognosen für das gesamte Jahr eher pessimistisch. Grund dafür ist der »anhaltend schwierige Marktumfeld in den USA«. Die Umsätze in Amerika liegen um 3 % unter dem Vorjahr. So wirkten sich vor allem das Abschwächen der positiven Effekte der US-Steuerreform, ein nachlassendes Geschäft mit Touristen sowie ein insgesamt rabattintensives Marktumfeld negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Progonose: Unteres Ende

Auf Basis der Halbjahresergebnisse bestätigt der Konzern für das Gesamtjahr nur noch das untere Ende der bisherigen Umsatz- und Ergebnisprognose zu erreichen. Obwohl das Unternehmen in der die zweite Jahreshälfte mit einer deutlich beschleunigten Ergebnisentwicklung rechnet, bleibt es realistisch und geht davon aus, dass ein Wachstum des Ebit am unteren Ende der bestehenden Prognose (Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich) zu erzielen (ohne Berücksichtigung der voraussichtlichen Auswirkungen des IFRS 16).

Von: Márcia Neves