Business

Hugo Boss schlägt sich gut

Der deutsche HAKA-Anbieter steigert seine Umsätze um 2 %, der Gewinn bleibt stabil.

Für CEO Mark Langer war 2018 nicht mehr und nicht weniger als »ein erfolgreiches Jahr«: Der Modekonzern Hugo Boss konnte seine Ziele für das Geschäftsjahr erreichen. Der Umsatz stieg laut vorläufigen Zahlen um 2 % auf 2,80 Mrd. Euro. In lokalen Währungen betrug das Plus sogar 4 %. Dabei profitierte Hugo Boss vor allem von einem guten vierten Quartal, in dem die Umsätze um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) gesteigert werden konnten.

Plus in allen Regionen und Kanälen

Im Gesamtjahr erreichte Hugo Boss in allen Regionen ein deutliches Plus, auch in Europa legten die Umsätze um 4 % zu. Im Gegensatz zum Trend der letzten Jahre wuchsen die Umsätze im Wholesale (+ 3 %) sogar etwas deutlicher als im eigenen Retail (+ 2 %). Der konzerneigene Einzelhandel ist mit 1,77 Mrd. Euro freilich bereits doppelt so groß als der Großhandel (952 Mio. Euro). Im eigenen Onlinegeschäft erzielte Hugo Boss erstmals ein Umsatzvolumen von mehr als 100 Mio. Euro.

Kerngeschäft Business-Anzug

Immer deutlicher konzentriert sich das Geschäft von Hugo Boss auf den Markenkern, die HAKA, und dabei wiederum auf die Stammmarke: Die Menswear legte um 3 % auf 2,52 Mrd. Euro zu, während die DOB um 5 % auf 279 Mio. Euro verlor. Und während sich die Business-Marke Boss um 4 % auf 2,42 Mrd. Euro steigerte, gingen die Umsätze der Contemporary-Linie Hugo um 6 % auf 374 Mio. Euro zurück. Auch das Geschäft mit Lizenzen zeigte sich um 4 % auf 76 Mio. Euro rückläufig.

Gewinn bleibt stabil

Negative Währungseffekte sowie Investitionen in den Ausbau des Digitalgeschäfts und in die Verbesserung der Qualität der Bekleidung fraßen das Umsatzplus mit Blick auf die Gewinnentwicklung allerdings wieder auf: Der Konzern geht davon aus, dass das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) für 2018 in etwa auf Vorjahresniveau liegen wird (2017: 491 Mio. Euro). Die endgültigen Ergebnisse sollen am 7. März vorliegen. Für »2019 und darüber hinaus« zeigt sich Konzernchef Langer „überzeugt, nachhaltig und profitabel zu wachsen.“ Zuletzt hatte Langer angekündigt, den Umsatz in den kommenden vier Jahren währungsbereinigt um durchschnittlich 5 bis 7 % steigern zu wollen. Zu den operativen Zielen heißt es, vorerst noch etwas unkonkret: »Wir werden unsere Angebote noch stärker personalisieren und wichtige Geschäftsprozesse beschleunigen.« 

Von: Manuel Friedl