Karriere

Hervis-Chef muss gehen

Nach mehr als zwanzig Jahren an der Unternehmensspitze muss Geschäftsführer Alfred Eichblatt das Feld räumen. Die Nachfolge ist noch unklar.

Sporthändler Hervis konnte zuletzt nicht von den Umbrüchen im heimischen Sportartikelhandel profitieren, und auch die Deutschland-Expansion verlief nicht so erfolgreich wie geplant. Für 2018 meldete die Spar-Tochter deshalb sogar leicht sinkende Umsätze. Nun zog der Konzern die Konsequenzen und gab die Ablöse des langjährigen Geschäftsführers Alfred Eichblatt bekannt. Als erstes berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten über die Trennung mit sofortiger Wirkung. Spar-Sprecherin Nicole Berkmann bestätigt den Bericht und spricht von »Auffassungsunterschieden in der Geschäftspolitik«. Ein Nachfolger soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. Eichblatt war seit 1997 Hervis-Chef. Der 57-Jährige trieb zuletzt vor allem den Online-Handel und die Expansion des Unternehmens voran. Im Vorjahr setzte Hervis mit gut 100 Standorten in Österreich mehr als 300 Mio. € um, mit dem Auslandsgeschäft lag der Umsatz bei 520 Mio. €. Zuletzt wurden ein Flagship-Store auf der Wiener Mariahilfer Straße sowie Filialen in Schärding und Gänserndorf neu eröffnet.

Von: Manuel Friedl