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H&M macht klare Fortschritte

Der Fast-Fashion-Riese H&M wird für seine Neuausrichtung belohnt. Nach neun Monaten meldet er die höchste Umsatz- und Gewinnsteigerung seit Jahren.

Das Sommerquartal (Juni bis August) ist für H&M sehr gut gelaufen und hat dem schwedischen Modekonzern ein Umsatzplus von 8 % (in lokalen Währungen) auf 62,6 Mrd. SEK (umgerechnet 5,79 Mrd. €) gebracht. Die Online-Umsätze stiegen sogar um 25 %, deren Anteil am Gesamtumsatz wird jedoch nicht genannt.

Plus 6 % nach drei Quartalen

Das bringt auch für das bisherige Gesamtjahr einen ordentlichen Push: Nach neun Monaten steht H&M nun bei einem Umsatzplus von 6 % - so viel wie schon seit drei Jahren nicht mehr. Noch erfreulicher für den Konzern: Erstmals seit acht Jahren wuchs auch der operative Gewinn – zumindest in absoluten Zahlen. Gemessen am Umsatz war die operative Gewinnmarge jedoch immer noch leicht rückläufig (von 7,3 auf 7,0 %; zum Vergleich: Vor acht Jahren lag die operative Gewinnspanne noch bei heute unvorstellbaren 22,7 % vom Umsatz). Auch der Gewinn nach Steuern stieg erstmals wieder –auch dieser nur in absoluten Zahlen.

Zahl der Geschäfte ist gesunken

Die Sommerkollektion sei gut angekommen, sagte Unternehmenschef Karl-Johan Persson. Es sei mehr Ware zum vollen Preis verkauft worden und der Lagerstand habe sich verringert. Mit ein Faktor für die gestiegene Profitabilität ist aber auch der laufende Umbau des Filialnetzes: Erstmals seit Menschengedenken hat H&M im dritten Quartal mehr Stores geschlossen als neu eröffnet. Konzernweit sank die Zahl der Geschäfte um sieben auf 4.972. In Österreich verfügt die schwedische Gruppe derzeit über 87 Shops der Marken H&M, COS, Monki, Weekday und & Other Stories. Auch das ist ein Store weniger als noch zu Jahresbeginn. 

Von: Manuel Friedl