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Gössl: Faires Online-Modell bindet regionale Stores ein

Das Salzburger Traditionsunternehmen unterstützt seine Handelspartner und vermittelt direkte Umsätze über den Web-Shop.

Die Frühlings- und Sommerware ist derzeit nur im Online-Shop erhältlich, da der Lockdown nichts anderes zulässt. So auch bei Gössl. Der Trachtenanbieter bindet allerdings seine regionalen Handelspartner mit ein und unterstützt damit den regionalen Einzelhandel. »Mit jedem Einkauf unterstützen Kunden eines unserer derzeit geschlossenen Geschäfte. Wer also weiterhin über sein Gössl Lieblingsgeschäft Ware beziehen möchte, kann dies bequem im Online-Shop tun und ein bestimmtes Geschäft in einer Region oder Stadt auswählen«, erklärt Maximilian Gössl, Geschäftsführer in dritter Generation des Premium-Trachtenanbieters aus Salzburg.

Web-Shop als Tool für die Partner

Der Online Shop kennt die Lagerbestände der angebundenen Geschäfte, der ausgewählte Store erhält die Bestellung. »Dieses Geschäft bekommt dann den Auftrag die Bestellung abzuwickeln und steht dem Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung. Ist der gewünschte Artikel beim Lieblingsgeschäft nicht vorrätig, kommt ein anderes Geschäft zum Zug«, so Gössl. Somit tritt der Online-Shop nicht in Konkurrenz zu den Partnern im stationären Handel.

Maßnahme gegen Kaufzurückhaltung aus Solidarität

Das Online Modell von Gössl gab es auch schon vor Corona, aber jetzt ist es aktueller denn je. Zumal Endkunden zum Teil aus Solidarität ihren Geschäften vor Ort gegenüber auf Online-Einkäufe verzichten, um bei Ladenöffnung wieder ihren Modehändler des Vertrauens zu unterstützen. Mit über 40 Geschäften in Österreich, Deutschland und Südtirol ist Gössl führende Marke im Premium- und Luxussegment der Tracht. Ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich Nachahmer findet oder zumindest Anregung gibt für neue Krisenlösungen wie partnerschaftliche Umsatzbeteiligungen an Online-Käufen.

Von: Sandra Seck