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Gardeur: Investor gefunden

Die niederländische Duijndam Gruppe übernimmt den insolventen Hosenhersteller Gardeur aus Deutschland.

Am 2. Dezember 2017 ließ das Unternehmen aus Mönchengladbach in einer knappen Unternehmensmitteilung wissen: »Die traditionsreiche Gardeur-Gruppe konnte gerettet werden.« Die Suche des in die Insolvenz geschlitterten Unternehmens nach einem neuen Investor ist also erfolgreich verlaufen. Der neue Besitzer ist die Duijndam Gruppe. Das Familienunternehmen verfügt im Retail- und Textilbereich über Marken wie HV Polo, HV Society, Imperial Riding und Easy Rider. Der neue Geldgeber übernimmt auch die Gardeur-Werke in Tunesien mit etwa 1.250 Mitarbeitern. Von der Insolvenz waren diese Betriebe allerdings nicht betroffen.


Hintergrund

Gardeur hatte im Oktober einen Insolvenzantrag für die Gardeur GmbH, die Gardeur Service GmbH, die Gardeur Beteiligungs GmbH und die CDS Club Du Sport Bekleidung GmbH gestellt. Während der Sanierung konnte die Gruppe ihren Betrieb dank des Insolvenzgeldes und eines Massenkredites von einem Bankenkonsortium weiterführen. Von den insgesamt 290 in Deutschland beschäftigten Mitarbeitern arbeiten 230 in der Zentrale der Gardeur-Gruppe. Insgesamt beschäftigt der Hosenspezialist 1.600 Mitarbeiter, die meisten arbeiten in den Werken in Tunesien, die nicht von der Insolvenz betroffen sind. Bisher hatte Gardeur zu 51 % Geschäftsführer Gerhard Kränzle (siehe Bild) gehört, der Rest lag bei der NRW.Bank. In den vergangenen Jahren verzeichnete man stark sinkende Absatzzahlen: Im Geschäftsjahr 2014/15 etwa lag der Umsatz bei 83 Mio. Euro, der gleiche Umsatz wie bereits 1999.

Von: Christiane Marie Jördens

Von: Rainer Seebacher

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