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Feucht plant Lifestyle-Haus in Innsbruck

Seit Ende 2018 steht das Möbelhaus Leiner im Innsbrucker Gewerbegebiet Rossau leer. Nun bemüht sich die Tiroler Modehändlerfamilie Feucht darum, wieder neues Leben in das Gebäude zu bringen.

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, möchte Mode von Feucht das ehemalige Möbelhaus zu einem Lifestyle-Haus mit 11.000 m2 Fläche umbauen. Leopold Feucht bestätigt gegenüber der Textil Zeitung: »Da ist was dran.« Man arbeite an einem Konzept, ein hochwertiges Angebot bestehend aus Mode, Sport, Gastronomie und Dienstleistern unter einem Dach zu schaffen.  »Wir wollen kein neues Einkaufszentrum, das braucht niemand in Tirol«, sagt Leopold Feucht. Geplant sei ein offenes Konzept mit nur einem Eingang und Flächenpartnern im Inneren. Wechselnde Angebote und Pop-up-Flächen sollen für Abwechslung sorgen.

Widmungsfrage noch ungelöst

Doch auf Schiene ist das Projekt noch nicht. Derzeit hakt es an der Widmungsfrage. Denn das Leiner-Gebäude trage die Widmung »Einkaufszentrum Betriebsform B«, schreibt die Tiroler Tageszeitung. Das bedeute, dass im Haus hauptsächlich Waren verkauft werden dürften, die mit dem Auto abtransportiert werden. Womöglich sei deshalb eine Umwidmung erforderlich. Die Sache liegt derzeit beim Innsbrucker Bauausschuss. Wie bei Flächenwidmungen nicht unüblich, besteht auch hier Auslegungsspielraum – schließlich stehen laut Insidern auch andere, durchaus vergleichbare Handelskonzepte auf der Widmung Betriebsform B. Zur Thematik der Widmung will Feucht gegenüber der Textilzeitung nicht Stellung nehmen, bestätigt aber den Bericht der Tiroler Tageszeitung grundsätzlich. 

Stammsitz hat Kapazitätsgrenze überschritten

Das große Interesse an einer neuen Filiale in Innsbruck begründet das Familienunternehmen mit den mangelnden Entwicklungsmöglichkeiten am Stammsitz in Hall. »Die Geschäftsflächen in Hall sind derart klein strukturiert, dass eine moderne Art des Verkaufens und Beratens nicht mehr möglich ist«, sagt Feucht, der das Unternehmen gemeinsam mit seinen beiden Brüdern leitet. »Wir haben der Politik schon vor Jahren gesagt, dass wir Flächen brauchen und uns lange aktiv bemüht. Aber leider ohne Erfolg. Darum ruhen derzeit die Pläne für Hall und wir konzentrieren uns auf Innsbruck als Alternative.«

Von: Manuel Friedl