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Fairtrade Österreich feiert 25. Jubiläum

Ein Vierteljahrhundert fairer Handel in Österreich: Bereits 90 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen kennen Fairtrade. Es sollen noch mehr werden.

In ganz Österreich gibt es Fairtrade-Schulen und -Gemeinden, die sich für mehr Gerechtigkeit im Handel und in der Industrie stark machen. Das Jubiläumsjahr stand im Zeichen eins Rückblicks mit Ausblick. Mit Hilfe des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral fand Fairtrade heraus, welche Zielgruppen die Marke bereits anspricht und welche man künftig noch besser erreich kann und soll, um weiterhin ein positives Wachstum der Marke sowie des Konsums in Richtung Nachhaltigkeit und Fairness zu gewährleisten.

Trendforscherin Hanni Rützler erklärte während der Jubiläumsveranstaltung auch, welche Rolle Nahrungsmittel in unserer Gesellschaft einnehmen. Im Gegensatz zu früher, schaut man heute genauer, was auf den Teller kommt bzw. was eben nicht. Fairtrade hat eine große Rolle bei der Änderung der kollektiven Wahrnehmung zu fairen Lebensmitteln, Konsum und Handel eingenommen.

Auch wenn die Entwicklung für den fairen Handel in Österreich bisher positiv war, braucht die Organisation dennoch weiterhin tatkräftige Unterstützung. Dies zeigte sich vor allem in ihrer Arbeit mit Äthiopien, dem Land des Kaffees. Nicht nur dort, sondern auch international leiden Kleinbauernfamilien unter den schwachen Weltmarktpreisen von Kaffee.

Doch nicht nur bei Kaffee, sondern auch bei Kakao und anderen Rohstoffen ist der Preisdruck groß und der Anteil fair gehandelter Waren trotz solidem Wachstum von Fairtrade nach wie vor klein. Im nächsten Vierteljahrhundert will Fairtrade weitere Schritte gehen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im globalen Süden zu verbessern und existenzsichernde Einkommen und Löhne zu gewährleisten.

Von: Márcia Neves