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Esprit wieder in den roten Zahlen

Der börsennotierte Modekonzern Esprit schließt das nun zu Ende gehende Geschäftsjahr 2017/18 (per 30.6.) mit einem deutlichen Verlust ab.

Nur eine Woche vor dem Stichtag sorgte Esprit mit einer Gewinnwarnung für Aufsehen. Demnach erwartet das Management rund um den neuen CEO Anders Kristiansen nunmehr einen operativen Verlust (EBIT) von rund 240 bis 250 Mio. Euro. Nach drei verlustreichen Jahren hatte Esprit im Geschäftsjahr 2015/16 wieder einen kleinen Jahresüberschuss von 2,4 Mio. Euro erzielt (bei einem Umsatz von 2,07 Mrd. Euro), im Jahr darauf betrug der Gewinn 7,3 Mio. Euro.

Für das neuerliche Abrutschen in die Verlustzone macht das Management zu einem großen Teil einmalige Abschreibungen und Rückstellungen verantwortlich. Diese seien v. a. durch das Zurückfahren der Handelsaktivitäten in China notwendig. Auch das verlustbringende Geschäft in Australien und Neuseeland werde endgültig abgestoßen. Aber auch das operative Geschäft in Europa und darüber hinaus zeigt sich für Esprit weiterhin schwieriger als angenommen. Vor allem die rückläufige Frequenz in den eigenen Geschäften trifft das Unternehmen hart und macht zusätzliche Aufwendungen in der Größenordnung von rund 100 Mio. Euro notwendig. Als Folge wird auch die Schließungswelle bei den eigenen Retail Stores fortgesetzt.

Die Bilanz mit den endgültigen Jahresergebnissen wird im September vorgelegt. Angaben zur Umsatzentwicklung wurden in der Gewinnwarnung keine gemacht. Im ersten Halbjahr waren die Umsätze von Esprit um 9,6 % gesunken.

Von: Manuel Friedl