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Esprit dämmt Verluste ein

Bei Esprit sind die Umsätze auch im letzten Halbjahr zweistellig eingebrochen. Immerhin hat sich der Verlust deutlich verringert. Das deutet auf Fortschritte hin.

»Das Management ist zuversichtlich, dass die Gruppe zurück auf der Erfolgsspur ist.« Solche Aussagen hat man in den letzten zehn Jahren immer wieder gehört von der Mainstream-Marke Esprit. Auch im aktuellen Halbjahresbericht findet sich dieser Satz. Dabei muss für den Zeitraum Juli bis Dezember 2019 abermals ein Umsatzeinbruch um 14,8 % (währungsbereinigt: - 11,8 %) auf umgerechnet 661 Mio. € verkündet werden. Immerhin: Das Ergebnis EBIT verbesserte sich deutlich auf umgerechnet - 41 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum war der Abgang noch fünfmal so hoch gewesen. Auch der Nettoverlust hat sich im gleichen Ausmaß auf nunmehr 36 Mio. € verringert.

Rationalisierung bringt Erfolge

»Wir haben in kurzer Zeit viel erreicht«, lobt denn auch CEO Anders Kristiansen. »Unsere Organisation ist heute schlanker, schneller, leistungsfähiger und agiler als noch vor zwölf Monaten. Esprit befindet sich in einem viel besseren Zustand als zu Beginn der Transformation.«

Die Umsatzrückgänge werden mit »mutigen Entscheidungen zur Rationalisierung des Vertriebs « und einer »Reduzierung von rabattgetriebenen Werbeaktionen« erklärt. Die Rationalisierungen hätten erst die »erhebliche Senkung der Betriebskosten« ermöglicht. Auf vergleichbaren Flächen seien die Umsätze sogar leicht gestiegen.  

Zahlen für Österreich

In Österreich gingen die Umsätze im Halbjahr um 5,4 % auf 36,3 Mio. € zurück. Im eigenen Retail, der konzernweit um 18,8 % einbrach, gab es ein deutlich unterdurchschnittliches Minus um 3,1 % auf 18 Mio. € – allerdings bei leicht angestiegener Verkaufsfläche (+ 3,3 %). Die Zahl der Stores wuchs um einen auf 19. Im Wholesale wurden hierzulande indes nur noch 8,6 Mio. € (- 4,9 %) umgesetzt. Die Zahl der Franchise-Stores ging um sechs auf 41 zurück. Der Rest von 9,7 Mio. € entfällt auf E-Commerce und Lizenzen.

Von: Manuel Friedl