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E-Commerce in Österreich: 9 % mehr Umsatz

2,3 Milliarden Euro Umsatz und damit 9 % Zuwachs verzeichneten die Top 250 B2C-Onlineshops in Österreich.

Bereits zum sechsten Mal haben EHI und Statista die E-Commerce-Märkte der Schweiz und Österreich - die 250 jeweils umsatzstärksten Onlineshops für physische Güter - untersucht. 

Umsätze und Marktkonzentration  

Der Umsatz der Top 250 Onlineshops Österreichs kommt auf 2,3 Milliarden Euro, was ein Plus von 9 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Top 250 Onlineshops der Schweiz bringen es auf 5,6 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es noch 4,9 Milliarden Euro. Auch die Konzentration am Markt ist weiter gestiegen: In beiden Ländern macht die Spitze der ersten zehn etwa so viel Umsatz wie der Rest der Liste. Die zehn umsatzstärksten E-Commerce-Händler in Österreich erlösen gemeinsam 1,1 Milliarden Euro – 49,1 % des Gesamtumsatzes. In der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Top 10 unter den Onlineshops setzt 2,4 Milliarden Euro um und damit 44 % des Gesamtumsatzes. Somit entsprechen beide Märkte dem so genannten Long-Tail-Modell: Die Abstände zwischen den Umsätzen auf den vordersten Plätzen im Ranking werden immer größer, die Umsatzzahlen der Unternehmen auf den hinteren Rängen sind jedoch sehr nah bei einander.  

»2,3 Mrd. Euro Umsatz und +9% Zuwachs sind beachtliche Zahlen für die Top-250. Die besten 10 erzielen 50% davon. Amazon alleine sichert sich wiederum mehr als die Hälfte der Top-10-Umsätze und spielt damit in einer anderen Liga. Die Studie zeigt, dass sich Österreichs Top-Online-Händler in einem hartumkämpften Wettbewerbsfeld befinden, das von großen internationalen Playern dominiert wird«, kommentiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die Ergebnisse der neuen Studie.

Wachstum  

Wachstum zeigt sich am österreichischen E-Commerce-Markt aber nicht nur auf den vorderen Plätzen:  In Österreich wachsen die Shops bis Platz 200 durchschnittlich ähnlich schnell wie die Top-Onlineshops. Zudem gibt es in diesem Jahr 44 neue Stores im Ranking, die es in die Top 100 geschafft haben. Die Schweiz hat hier eine höhere Einstiegshürde. Hier wächst man vor allem in den vorderen Reihen, die 31 Newcomer siedeln sich im hinteren Teil des Rankings an.  

Multichannel auf dem Vormarsch  

Die aktuelle Studie von EHI und Statista zeigt deutlich, dass die Multichannel-Händler zahlenmäßig dominieren: In Österreich sind 109 von 250 Onlineshops Multichannel-Händler, in der Schweiz 98. Eine Verknüpfung der Channels (Cross- oder Omnichannel) bieten in Österreich 65 Shops an, in der Schweiz sind es 60 Anbieter. Außerdem setzt man immer mehr auf Mobile Websites: 82,8 % der Shops in Österreich und 78,8 % der Shops in der Schweiz haben ihre Stores für mobile Zugriffe fit gemacht.  

Hintergrund  

Die Studie »E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2016« beruht auf einer Händlerbefragung sowie Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie auf Unternehmensangaben. Berücksichtigt wurden vor allem B2C-Onlineshops und der Umsatz mit physischen Gütern.  

Von: Christiane Marie Jördens

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