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Dämpfer für den Modehandel im August

Der heimische Modehandel konnte vom Wirtschaftsaufschwung scheinbar nicht profitieren: Im August setzte es ein Umsatzminus von 1,1 Prozent.

Österreichs Wirtschaft entwickelt sich derzeit sehr gut. Dies bestätigen die zwei wichtigsten heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute. Beide hoben Ihre Wachstumsprognosen für das Jahr 2017 kürzlich um jeweils 0,4 Prozent an: Das Wifo erhöhte von 2,4 auf 2,8 Prozent; das IHS von 2,2 auf 2,6 Prozent. Erstmals seit 2013 schafft Österreich sogar wieder ein Wachstum, das über dem Schnitt des Euroraumes von 2 Prozent liegt. Auch der private Konsum entwickelt sich gut und wächst heuer nach Einschätzung von Wifo und IHS um 1,5 Prozent.

Umsatzminus im Modehandel

Der heimische Einzelhandel kann von den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein wenig profitieren. Der Bekleidungshandel indes gar nicht: Im August musste die Branche laut Daten der KMU Forschung Austria und der WKO ein nominelles Umsatzminus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres hinnehmen. Die gleiche Erhebung ergibt für den gesamten Einzelhandel indes ein nominelles Plus von 0,7 Prozent. An der Anzahl der Verkaufstage kann das magere Ergebnis für die Händler im Modehandel nicht liegen. Diese betrug heuer wie 2016 jeweils 26 Tage. Schon eher ist die starke Performance des August 2016 ein Grund für den Umsatzrückgang. Denn gegenüber dem August 2015 konnte der Bekleidungshandel im August 2016 um 4,4 Prozent nominell zulegen.

Regionale Unterschiede

Die Entwicklung im aktuellen Jahr ist allerdings sehr unterschiedlich. Während die Händler im Süden mit 0,5 Prozent sogar ein zartes Wachstum und jene im Westen mit -0,5 Prozent einen leichten Rückgang verzeichnen konnte, hatten die im Osten mit einem Minus von 2,2 Prozent zu kämpfen. Vergleicht man indes die kumulierten Umsätze, die von Jänner bis einschließlich August erwirtschaftet werden konnten, ergibt sich ein etwas positiveres Bild. Der Einzelhandel erreicht heuer bisher (31. August 2017) ein nominelles Wachstum von 1,3 Prozent. Real bleibt davon noch 0,1 Prozent übrig. Der Modehandel kommt auf ein Umsatzplus gegenüber 2016 von 0,6 Prozent. Ein reales Minus von 0,3 Prozent.

Von: Rainer Seebacher