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Charles-Vögele: Umwandlung und Schließung in vollem Gange

Der neue Eigentümer Sempione Retail AG will die Umwandlung der Charles Vögele Shops in OVS-Geschäfte bis Ende 2019 abgeschlossen haben. Nicht jede der derzeit 125 Filialen wird weitergeführt werden.

Ende 2016 hatte Sempione Retail AG, eine Investorengruppe um den italienischen Fast Fashion Brand OVS, den schweizer Filialisten Charles Vögele übernommen und das Umbranding ist auch hierzulande bereits voll im Gange. Fünf Charles Vögele-Geschäfte wurden bereits in OVS-Filialen umgewandelt. Im Frühjahr sollen weitere acht folgen. Im Zuge der Umwandlung wird aber auch die Anzahl der Geschäfte reduziert. In den nächsten sechs Monaten sollen österreichweit rund 30 Charles Vögele Stores geschlossen werden. Vier davon wurden bereits zugesperrt, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber der APA bestätigt. Zurzeit gibt es in Österreich noch 125 Charles Vögele Standorte mit rund 950 Mitarbeitern.

Unsichere Zukunft für UPIM-Konzept

Bei der Umstellung konzentriert sich das Unternehmen auf gut frequentierte Innenstadtlagen oder Filialen in Top Einkaufszentren. »Dort werden wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch neue, besonders attraktive Arbeitsplätze anbieten können«, meint Thomas Krenn, General Manager von Charles Vögele in Österreich, der für die Markenumstellung verantwortlich ist. Am Ende des Jahres 2019 sollen dann alle Charles Vögele-Filialen, die für das neue Konzept von ihrer Lage und Größe her geeignet sind, auf die Marke OVS umgestellt sein. Wie viele Standorte am Ende dafür in Frage kommen, steht nach Angaben des Unternehmens noch nicht endgültig fest und wird auch vom Erfolg der bestehenden und künftigen OVS Filialen abhängen. Ob und wie die Sempione Retail AG das bereits im Vorjahr gelaunchte Fachmarktkonzept UPIM weiterverfolgen will, konnte bis Redaktionsschluss für diesen Artikel nicht in Erfahrung gebracht werden.

Von: Rainer Seebacher