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Caprice: Neue Fabrik in Myanmar mit europäischen Standards

Der Pirmasenser Schuhhersteller Caprice expandiert in Südostasien und investiert 6 Mio. US-Dollar in eine hochmodernes Fabrik für 2 Mio. Paar Schuhe pro Jahr.

Knapp eine Million Paar pro Jahr lässt Caprice in Myanmar produzieren. Bei dieser Menge ist eine eigene Produktionsstätte der nächste logische Schritt. Gemeinsam mit dem taiwanesischen Partner Mountain Top Global Ltd. wurde im Nordwesten der Industriemetropole Yangon die 6 Mio.US-Dollar teure neue hochmoderne Schuhfabrik in Betrieb genommen.

In den kommenden Jahren sollen dort »über 2.000 Frauen und Männer bis zu 150.000 Paar Schuhe pro Monat« fertigen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. »Aufgrund steigender Verkaufszahlen und anhaltender Verlagerungen aus anderen Produktionsländern planen wir die Fertigungsmenge in Myanmar bis 2024 sukzessive auf jährlich zwei Millionen Paar hochwertige Damenschuhe aus Leder zu steigern«, so Jürgen Cölsch, geschäftsführender Gesellschafter von Caprice.

Arbeitsbedingungen: Europäische Standards

Auf 14.500 m² stehen moderne Maschinen und Fertigungsanlagen sowie ein Verwaltungsgebäude, eine Großküche, eine Ambulanz, mehrere Aufenthaltsräume sowie Wohnräume für Beschäftigte. Neben der autarken Stromversorgung wurde eine Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen. »Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass wir uns beim Bau neuer Fertigungsanlagen stets an europäischen Standards orientieren«, so Cölsch. »Zudem leisten wir mit der freiwilligen Einrichtung einer Arbeitnehmervertretung einen weiteren Beitrag zu der lokalen sozioökonomischen Entwicklung«, erklärt er.

 

Von: Márcia Neves