Business

C&A investiert in Neuausrichtung

Der Modehändler C&A investiert heuer 20 Mio. Euro in Filialumbauten. Soeben wurde die zweitgrößte Filiale des Landes neu eröffnet.

Am 30. August hat der Modehändler C&A sein zweitgrößtes Geschäft hierzulande nach einem Komplettumbau neu eröffnet. Der Store in der Erlachgasse in Wien-Favoriten, gleich neben dem bekannten Viktor-Adler-Markt, wurde nochmals auf 5.175 m2 erweitert. In den Umbau der bereits vor 30 Jahren eröffneten Filiale – es war damals der erste Standort im Land – wurden 4 Mio. Euro investiert. U. a. wurde dem Gebäude ein markantes, 9 Meter hohes Portal verpasst. Der Bereich für Kindermode, der das gesamte Untergeschoß der dreigeschoßigen Filiale umfasst, ist ab sofort der größte in ganz Österreich. Auch den Herren ist eine gesamte Ebene gewidmet. Großer Wert wird auf Leitsysteme und intuitive Kundenführung gelegt, ebenso auf innovative Produktpräsentationen. »Ein Store kann heute nur dann gut funktionieren, wenn er den zwei wichtigsten Kundenbedürfnissen perfekt nachkommt: Zeitersparnis und Inspiration«, sagt Volker Dick, Head of Store Concept Implementation bei C&A Europe.

Hintergrund

Der Umbau ist Teil einer europaweit laufenden Investitionsoffensive, mit der C&A auf die verschärfte Konkurrenz durch Anbieter wie Primark, H&M und Zara reagiert. Nach Umsatzrückgängen wird die Kette unter dem ehemaligen Rewe-Chef Alain Caparros seit einem Jahr neu aufgestellt, auch in Österreich. Neuer, heller, stylisher und digitaler lautet die Stoßrichtung.

10 % mehr Umsatz nach Umbau

Heuer sollen in Europa 181 und in Österreich 11 Filialen nach dem neuen Storekonzept neu- oder wiedereröffnet werden. In Summe werden hierzulande 20 Mio. Euro investiert. Neben der Wiedereröffnung der Filiale in der Erlachgasse standen in diesem Jahr bereits Neueröffnungen im Wiener Citygate, im Klagenfurter FMZ Kika und im Donauzentrum an. Im Herbst stehen noch Umbauten in Oberwart, Graz (Murpark), Seiersberg, Gleisdorf, Freistadt, Wien-Stadlau und Villach auf der Agenda. Im kommenden Jahr sollen dann weitere 16 Filialen umgebaut werden. »Wir machen in den modernisierten Filialen durchschnittlich um 10 % mehr Umsatz«, berichtet C&A-Österreich-Chef Norbert Scheele. In Summe hält das Unternehmen derzeit bei 111 Geschäften in Österreich. In den vergangenen zwei Jahren wurden 23 Filialen dichtgemacht. Im Geschäftsjahr 2016/17 (per 28. Feb.) setzte der Händler hierzulande rund 421 Mio. Euro um, das Betriebsergebnis war mit 3,3 Mio. Euro negativ, geht aus dem Firmenbuch hervor. Auch unter dem Strich schrieb das Unternehmen Verluste in Höhe von rund 3,4 Mio. Euro. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde noch nicht veröffentlicht. „Wir sind profitabel“, wird Scheele dazu in der Tageszeitung »Presse« zitiert.

Von: Manuel Friedl