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C&A schließt Logistikzentrum in Enns

2019 will Modefilialist C&A sein Logistikzentrum im oberösterreichischen Enns aufgeben: 215 Mitarbeiter sind betroffen.

Grund für die Schließung des C&A-Logistikzentrums ist die unternehmensinterne Umstrukturierung von IT, Logistik und Distribution der Firmenregion Zentral- und Osteuropa: Aktuell werden die neun Länder Österreich, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Serbien, Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei von zwei Logistikzentren – jenem in Enns und jenem in Nove Mesto (Slowakei) - beliefert. Allerdings würden beide laut C&A hinsichtlich Größe und Infrastruktur dafür die Anforderungen nicht erfüllen und es sei auch baulich nicht möglich, sie entsprechend zu adaptieren.

Neues Zentrallager in Trnava

Deshalb baut nun ein Investor in Trnava ein Zentrallager, welches C&A künftig mieten wird. Am Freitag sei der entsprechende Vertrag unterschrieben worden, wie es heißt. Das Lager soll bereits 2019 in Vollbetrieb gehen und möglich machen, dass die Filialen in allen neun Ländern über Nacht wieder mit den Waren beliefert werden können, die am Vortag ausgegangen sind. C&A wolle mit der neuen logistischen Struktur zum »führenden Omni-Channel Retailer in Zentral- und Osteuropa« werden, wie es heißt.

Sozialplan in Ausarbeitung

Wie C&A mitteilen ließ, arbeite man bereits an einem »transparenten Sozialplan«. Es sollen auch Möglichkeiten der Beschäftigung in einer nahen Filiale oder in anderen Logistikbetrieben geprüft werden. Das Land Oberösterreich tritt indes neben dem angekündigten Sozialplan auch für eine Arbeitsstiftung für die C&A-Mitarbeiter ein. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftsreferent Michael Strugl sehen darin die Chance, durch Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter deren Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern und kündigen auch eine finanzielle Unterstützung an.

Von: Christiane Marie Jördens

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