Fashion

Black Friday geht auch anders

Neues Bewusstsein statt Rabattschlacht - Haglöfs, Patagonia und Isbjörn distanzieren sich vom Festival des exzessiven Konsums mit umweltbewussten Gegenaktionen.

Der Black Friday ist weltweit bekannt als Festival des exzessiven Konsums, was ihn zu einem der umweltschädlichsten Tage des Jahres macht. Einige Marken haben sich nun zusammengeschlossen und dem 29. November den Kampf angesagt!

Haglöfs verdoppelt die Preise

Die schwedische Outdoor-Marke Haglöfs verzichtet zu Black Friday in seinen Stores auf Reduzierungen und bietet statt dessen den doppelten Verkaufspreis für Kleidung und Ausrüstungsgegenstände an. Die Einnahmen werden an Naturskyddsföreningen, die schwedische Gesellschaft für Naturschutz,  gespendet. Carsten Unbehaun, CEO von Haglöfs, erklärt die Absicht hinter der Aktion: »Als Outdoor-Marke sind wir zutiefst um die Natur besorgt und wir sind uns bewusst, dass Dinge oftmals gekauft werden, nicht weil man sie unbedingt benötigt, sondern weil sie zu einem Sonderpreis angeboten werden. Mit der Entscheidung gegen den Black Friday möchten wir unsere Verbraucher dazu ermutigen, zweimal nachzudenken, bevor sie ein neues Produkt kaufen.« Darüber hinaus wird Haglöfs seinen Onlineshop weltweit am 29. November schließen und den Green Friday feiern.

Patagonia verdoppelt Spenden

Patagonia hält sich vom Black Friday fern, indem es alle Spenden verdoppelt, die vom 29. November (Black Friday) bis zum 31. Dezember 2019 zur Unterstützung von Umweltschutzgruppen wie zum Beispiel Meine Landwirtschaft, Riverwatch, Rehab Republic oder Euronatur auf Patagonia Action Works getätigt werden.

Isbjörn startet Kleiderverleih

Isbjörn of Sweden, Premium-Hersteller für hoch funktionelle und nachhaltige Kinder-Outdoorbekleidung, startet am 29. November 2019 (Black Friday) erstmals einen Verleihservice und bietet seine Produktrange für Babys, Kids und Teens über die eigene Webseite www.isbjornofsweden.com zum Mieten an. »Aktionen wie der Black Friday verschärfen Massenkonsum und die Abfallproblematik in erheblichem Maße. Verbraucher werden übertrieben dazu animiert, Dinge zu kaufen, die sie zum größten Teil gar nicht wirklich benötigen. Anderes Brauchbares landet dafür im Müll. Diesen Kreislauf möchten wir durchbrechen und Eltern dafür sensibilisieren, bewusst und damit weniger anstatt mehr zu konsumieren«, so Maria Frykman Forsberg, eine der Gründerinnen und CEO von Isbjörn of Sweden.

Von: Márcia Neves

Von: Sandra Seck